Open Data
[26.7.2010] Eine Open-Data-Anwendung haben Studenten des Hasso-Plattner-Instituts entwickelt. Die Datenbank speist sich bislang hauptsächlich aus öffentlich zugänglichen Informationen der US-amerikanischen Verwaltung. Der Grund: Datenquellen der deutschen Verwaltung sind häufig ungeordnet, unvollständig und schwer auszulesen.
Bachelor-Studenten des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben eine Software zur Verknüpfung internationaler öffentlicher Regierungsdaten mit anderen freien Daten entwickelt. Ziel des Projektes GovWild (Government Web Integration for Linked Data), das in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen IBM durchgeführt wurde, ist es, Verbindungen von Politikern zu Unternehmen aufzuzeigen sowie die Verwendung öffentlicher Gelder transparenter zu machen. Dazu werden öffentliche Daten aus verschiedenen Datenbanken der US-amerikanischen, europäischen und deutschen Verwaltung zusammengeführt und analysiert. „Ein solches System zur Extraktion und Verknüpfung von öffentlichen Daten hat es in diesem Bereich und diesem Umfang noch nie gegeben“, erklärte Projekt-Sprecherin Claudia Lehmann. In Deutschland stößt das Projekt laut einem Bericht von politik-digital.de jedoch an seine Grenzen. Grund seien die oftmals ungeordneten, unvollständigen und schwer auszulesenden Datenquellen von Ämtern und Behörden. So werden nach Angaben von Professor Felix Naumann vom HPI in den USA sowie in Großbritannien mehr Daten in einem Format veröffentlicht, das eine spätere computergestützte Analyse ermöglicht. In Deutschland seien zwar sehr viele Informationen öffentlich zugänglich, aber oftmals schlecht verwertbar. Beispielsweise biete der Deutsche Bundestag viele Dateien als PDF-Dokument an, aus dem sich Daten sehr schlecht herausfiltern lassen. Nutzer von GovWild müssten sich daher noch überwiegend mit amerikanischen Daten zufrieden geben. (bs)
Weitere Informationen:
||| govwild.hpi-web.de
||| twitter.com/govwild
||| www.hpi.uni-potsdam.de
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