Studie
[6.5.2004] Beim e-Government fällt Deutschland im internationalen Vergleich auf Platz 14 zurück; die Bürger informieren sich zwar online, nehmen aber Angebote der öffentlichen Verwaltung zu komplexen Internet-Services kaum an. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle e-Government-Studie der Unternehmensberatung Accenture.

Mit Platz 14 erreicht Deutschland in einer internationalen e-Government-Studie der Unternehmensberatung Accenture nur noch das hintere Mittelfeld und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um weitere vier Plätze zurückgefallen. Das größte Problem im deutschen e-Government liegt in der Nutzung der Services durch die Bürger, stellt die Untersuchung fest. Nur 47 Prozent der regelmäßigen Internet-Nutzer nähmen Verwaltungsdienstleistungen über das Internet in Anspruch. "Das Bewusstsein der Bevölkerung über mögliche Vorteile von Online-Angeboten der Behörden ist prinzipiell vorhanden", erklärt Holger Bill, Accenture-Geschäftsführer für den Bereich öffentliche Verwaltung. Die Bürger glaubten jedoch nicht an eine einfache Handhabung oder rasche Abwicklung und blieben daher skeptisch. Eine Vermarktung der Vorteile von e-Government finde nicht statt. Dies stelle vor allem für jene Behörden und Kommunen eine Herausforderung dar, die es sich zum Ziel gesetzt hätten, Vorreiter im Hinblick auf innovative Verwaltungsdienstleistungen zu sein. Gerade für sie sei es wichtig, neue Wege zur Vermarktung ihrer Service-Angebote zu finden, die sich stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bürger orientierten. Im internationalen Vergleich hat Kanada seine über die vergangenen vier Jahre hinweg gefestigte Position als Spitzenreiter in Sachen e-Government erneut behauptet. Singapur und die USA belegen gemeinsam Platz zwei. ()
Weitere Informationen:
||| www.accenture.de
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