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Sachsen:
E-Akte im Grundbuchamt


[14.4.2014] Beim Grundbuchamt Dresden wird es in Zukunft kein Papier mehr geben. Seit April dieses Jahres werden alle eingehenden Anträge digitalisiert und nur noch in elektronischer Form aufbewahrt.

Im Jahr 2012 ist in allen Gerichten des Landes Sachsen der Zugang über das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) flächendeckend in allen Verfahren eröffnet worden – mit Ausnahme des Grundbuchverfahrens. Seit dem 1. April 2014 können nun in Dresden als erstem sächsischen Grundbuchamt elektronische Anträge gestellt werden. Auch alle anderen eingehenden Dokumente werden dauerhaft in elektronischen Grundakten abgespeichert und archiviert. Wie das sächsische Justizministerium weiter mitteilt, sollen im Rahmen des Pilotprojekts Erfahrungen gesammelt werden, um die elektronische Aktenführung schrittweise bei weiteren Grundbuchämtern und in Folge auch bei den Registergerichten einzuführen. „Die elektronische Justizkommunikation ermöglicht es den Beteiligten nicht nur, bequem und jederzeit digitale Anträge bei Gericht zu stellen, sondern stellt auch einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zum papierlosen Büro dar“, erklärt Sachsens Justizminister Jürgen Martens. „Im Grundbuchverfahren verfügen wir nun über einen vollelektronischen Workflow vom Notarantrag über die Grundbucheintragung bis hin zur Dokumentenarchivierung.“ Der Präsident der Notarkammer Sachsen, Joachim Püls, ergänzt: „Nach einem intensiven Testbetrieb mit dem Grundbuchamt Dresden und aufgrund der jahrelangen Erfahrungen im elektronischen Rechtsverkehr mit den Handelsregistern sind die sächsischen Notare bestens auf die elektronische Kommunikation mit dem Grundbuchamt vorbereitet. Durch die Nutzung der qualifizierten elektronischen Signatur sorgt der Notar für ein Höchstmaß an Fälschungssicherheit bei der Datenübertragung an die Grundbuchämter.“ (bs)

www.justiz.sachsen.de

Stichwörter: E-Justiz, E-Akte, Sachsen, Dresden, Grundbuchamt, Jürgen Martens



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