Digital-Gipfel:
Kooperation ist entscheidend


[14.6.2017] Auf dem erstmals so genannten Digital-Gipfel der Bundesregierung diskutierten die Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Gesellschaft Chancen und Herausforderungen rund um die Digitalisierung. Die Zusammenarbeit spielt demnach eine zentrale Rolle für die digitale Zukunft.

Beim ersten so genannten Digital-Gipfel der Bundesregierung wurde die Bedeutung der Zusammenarbeit für eine digitale Zukunft betont. Rund 1.100 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Gesellschaft haben laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 12. bis 13. Juni 2017 am erstmals so genannten Digital-Gipfel der Bundesregierung teilgenommen. So zählten beispielsweise Bundeskanzlerin Angela Merkel, Forschungsministerin Johanna Wanka, Gesundheitsminister Hermann Gröhe und Verkehrsminister Alexander Dobrindt sowie die Ministerpräsidentin von Rheinland Pfalz, Malu Dreyer, und der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, zu den Teilnehmern in Ludwigshafen. Unter dem Motto „Vernetzt besser leben“ diskutierten die Mitglieder des Gipfel-Netzwerks Chancen und Herausforderungen der intelligenten Vernetzung, die digitale Transformation von Wirtschaft und Bildung sowie die Fortschritte auf dem Weg hin zur digitalen Verwaltung. Die Digitalisierung des Gesundheitswesens war ein weiteres zentrales Thema. „Der Digital-Gipfel ist auch in diesem Jahr ein wichtiger Impulsgeber für die weitere Gestaltung der Digitalisierung in Deutschland“, sagte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries bei der Eröffnung des Gipfels. „Die Dynamik der technologischen und ökonomischen Entwicklungen ist hoch. Umso wichtiger ist es, dass Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaft und Gesellschaft eng zusammenarbeiten, um industrielle Kompetenzen und die Chancen der Digitalisierung klug miteinander zu verbinden und um Innovationen und Investitionen anzureizen.“ Die Gastgeberregion des diesjährigen Gipfels, die Metropolregion Rhein-Neckar, sei ein lebendiges Beispiel dafür, wie durch intelligente Vernetzung über Verwaltungsebenen und Wirtschaftssektoren hinweg eine bessere Versorgung für die Bürger und ein besserer Service für die Wirtschaft ermöglicht werden kann. „Wir brauchen mehr solcher Beispiele für eine integrierte Digitalpolitik in enger Zusammenarbeit aller Akteure“, so Zypries.
Auch Wirtschaftsminister Volker Wissing, Landesminister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit in diesem Bereich: „Man braucht starke Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, um die digitale Zukunft aktiv zu gestalten.“ Wissing verwies auf die Kooperation der drei Länder Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft der Metropolregion in vielen innovativen Projekten. „Die Erfahrungen, die wir mit den Modellprojekten in der Metropolregion gewinnen, helfen uns, die digitale Transformation in Rheinland-Pfalz erfolgreich zu gestalten. Das Ziel der Landesregierung ist es, Land und Leute zu vernetzen und digitale Lösungen und Anwendungen voranzutreiben.“ Dass Digitalisierung in fast allen Lebensbereichen eine Rolle spielt, machte Ministerpräsidentin Malu Dreyer deutlich. „Sie reicht von Breitband, Industrie 4.0 und Arbeit 4.0, digitaler Bildung und E-Health bis hin zu einer smarten Verwaltung, einem guten Verbraucher- und Datenschutz und Meinungs- und Willensbildung im Netz.“ Die Ministerpräsidentin machte unter anderem auch die Bedeutung der Digitalisierung für ländliche Regionen zum Thema, helfe sie doch dort den demografischen Wandel zu gestalten.
Im Vorfeld des Gipfels haben das BMWi, das Bundesarbeitsministerium sowie das Bundesjustizministerium gemeinsam Leitlinien für eine integrierte Digitalpolitik für Wirtschaft, Arbeit und Verbraucher vorgelegt, die im Internet ebenso abgerufen werden kann, wie weitere wichtige Publikationen des Gipfels. (ve)

www.digital-gipfel.de
www.bmwi.de

Stichwörter: Politik, Digital-Gipfel 2017

Bildquelle: BMWi/Maurice Weiss

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