Sachsen:
Justiz elektronisch im Austausch


[7.7.2017] Die Datenübermittlung zwischen der Bundespolizei und den Staatsanwaltschaften in Sachsen kann künftig auch elektronisch erfolgen. Ein entsprechendes Pilotprojekt ist erfolgreich verlaufen.

Nach einer erfolgreichen Pilotierung findet der Datenaustausch von Personen- und Verfahrensdaten zwischen der Bundespolizei und den sächsischen Staatsanwaltschaften nun auch elektronisch statt. Bislang geschah dies ausschließlich in Papierform, sodass die sächsischen Strafverfolger diese Daten manuell neu erfassen mussten.
Wie das Sächsische Staatsministerium der Justiz mitteilt, wurde der elektronische Datenaustausch seit Ende 2016 über eine neu programmierte Schnittstelle der jeweiligen IT-Fachanwendungen bei Bundespolizei und Staatsanwaltschaft erprobt. Aufgrund der großen Datenmengen liege darin eine spürbare Erleichterung für die Ermittler. Allein im Jahr 2016 haben die fünf sächsischen Staatsanwaltschaften circa 22.000 Ermittlungsverfahren von der Bundespolizei erhalten. „Der elektronische Datenaustausch zwischen Bundespolizei und den sächsischen Staatsanwaltschaften ist ein gutes Beispiel für die Vorteile der Digitalisierung“, erklärte Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow. „Damit bekommen wir die Daten im Durchschnitt jetzt drei Tage eher als bisher. Und die mühsame und fehleranfällige Neuerfassung von Personen- und Verfahrensdaten bei den Staatsanwaltschaften entfällt komplett.“
Der elektronische Datenaustausch ist dabei keine Einbahnstraße. Die Bundespolizei erhält nach der Übermittlung der Daten von den sächsischen Staatsanwaltschaften zunächst automatisch das Aktenzeichen und später auch eine Mitteilung über den Ausgang des Verfahrens. Somit sind auch bei den Ermittlungen Verfahrenserleichterungen zu verzeichnen. (bs)

www.justiz.sachsen.de

Stichwörter: E-Justiz, Sachsen



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