Bayern:
Polizei sucht IT-Kriminalisten


[4.8.2017] Bei der Bayerischen Polizei wurden zusätzliche IT-Stellen geschaffen. Jetzt startete das Innenministerium eine Bewerbungskampagne für IT-Profis im Polizeidienst.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (2. v.r.) startet Werbekampagne der Bayerischen Polizei. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat eine neue Werbeoffensive gestartet, die auf IT-Spezialisten abzielt. „Wir haben für 2017 rund 200 zusätzliche Stellen für IT-Fachkräfte bei der Bayerischen Polizei geschaffen“, erklärte Herrmann. Damit könne die Bayerische Polizei ihre Spitzenstellung bei der Cybercrime-Bekämpfung weiter ausbauen und den IT-Betrieb noch stärker professionalisieren. Der Innenminister erläutert: „Wir brauchen hochqualifizierte und engagierte IT-Professionals, die sich zum Beispiel in der Entwicklung und Integration von Software, der System- und Kommunikationstechnik oder der IT-Sicherheit einbringen.“
Nach Herrmanns Worten sucht die Bayerische Polizei auch IT-Forensiker, die Verschlüsselungstechniken überwinden, Passwörter knacken und den Infektionsweg von Viren und Trojanern ermitteln können. Eine ebenfalls wichtige Rolle hätten IT-Kriminalisten. Sie werden zur Bekämpfung der Computer- und Internet-Kriminalität eingesetzt und beschäftigen sich zum Beispiel mit der Aufklärung von Betrügereien, Hacker-Angriffen oder auch mit der Verfolgung von Waffen- und Drogenkäufen im Internet. „Es handelt sich um extra zu Polizisten ausgebildete EDV-Spezialisten, mit denen wir eine bundesweite Vorreiterrolle eingenommen haben“, erklärt der Innenminister. Seit 2011 bilde die Bayerische Polizei im Rahmen der neuen Polizeilaufbahn 'Technischer Computer- und Internetkriminaldienst' externe Bewerber mit einem Studium im Bereich der Informatik in einer einjährigen Ausbildung zu Polizeivollzugsbeamten aus. „Schon jetzt haben wir 65 fertig ausgebildete IT-Kriminalisten und werden heuer rund 70 weitere IT-Kriminalisten einstellen“, kündigte Herrmann an. (al)

www.stmi.bayern.de

Stichwörter: Innere Sicherheit, Bayern, IT-Kriminalisten, Cybercrime

Bildquelle: Polizeipräsidium Mittelfranken

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