Bund:
Verordnung zur E-Rechnung


[7.9.2017] Das Bundeskabinett hat die Verordnung zur elektronischen Rechnungsstellung beschlossen. Rechnungen an Behörden und Einrichtungen der Bundesverwaltung sollen demnach künftig überwiegend elektronisch gestellt werden.

Zukünftig sollen private Unternehmen Rechnungen an Behörden und Einrichtungen der Bundesverwaltung überwiegend elektronisch stellen können. So sieht es die E-Rechnungs-Verordnung des Bundes vor, die heute vom Bundeskabinett verabschiedet wurde. „Wir haben in den letzten Jahren einiges auf dem Weg zur Digitalisierung der Verwaltung erreicht. Aber da werden wir nicht Halt machen“, erklärte dazu Bundesinnenminister Thomas de Maizière. „Gemeinsam mit Ländern und Kommunen wollen wir in den nächsten fünf Jahren Staat und Verwaltung grundlegend transformieren und digitalisieren. Wir sind im Entstehungsprozess der größten E-Government-Initiative Europas – und werden diesen Prozess mit aller Kraft vorantreiben.“
Die Verordnung sieht nach Angaben des Bundesinnenministeriums (BMI) vor, dass Rechnungen künftig nicht mehr ausgedruckt, kuvertiert und frankiert, sondern mit nur wenigen Klicks über ein webbasiertes Rechnungsportal des Bundes in dem einheitlichen Format XRechnung digital hochgeladen und an den Empfänger gesendet werden können. Dadurch fallen laut BMI nicht nur Portokosten weg, auch der Arbeitsaufwand bei den Unternehmen werde erheblich reduziert: Die digitale Rechnungsstellung verspreche eine jährlich Einsparung von insgesamt bis zu elf Millionen Euro. Gleichzeitig würden die natürlichen Ressourcen geschont: Die Bundesregierung geht pro Rechnung von einem um circa 50 Prozent verringerten CO2-Ausstoß aus. In der Summe könnten damit jährlich etwa 5.850 Tonnen CO2 eingespart werden, so das BMI weiter. Die Verordnung tritt am 27. November 2018 für Bundesministerien und Verfassungsorgane in Kraft. Für alle übrigen Bundesstellen gelten die Regelungen ab dem 27. November 2019. (bs)

www.bmi.bund.de

Stichwörter: Finanzwesen, E-Rechnung, Bund



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