Norddeutschland:
Enge Zusammenarbeit in der Steuer-IT


[8.9.2017] Die norddeutschen Bundesländer wollen bei der Steuer-IT künftig enger zusammenarbeiten. Ziel ist es, durch ein arbeitsteiliges Vorgehen die vorhandenen Personalressourcen besser nutzen zu können.

Die Finanzminister der norddeutschen Bundesländer Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein haben einen Staatsvertrag zur Begründung einer länderübergreifenden gebündelten Verfahrensbetreuung durch die jeweiligen Steuerverwaltungen unterzeichnet. Auf Initiative Niedersachsens soll zukünftig nach dem Prinzip „Einer für Alle" die IT-Verfahrensbetreuung arbeitsteilig bewältigt werden. Wie das niedersächsische Finanzministerium mitteilt, müssen somit nicht alle norddeutschen Bundesländer das Personal mit dem notwendigen Spezialwissen zu sämtlichen IT-Verfahren binden. Vielmehr würden die Aufgaben länderübergreifend gebündelt. Das bestehende Know-how jeweils eines Landes soll für alle beteiligten Länder genutzt werden, um auf Dauer eine effektive und kostengünstigere Betreuung der Verfahren zu gewährleisten.
Hintergrund der Intensivierung der Zusammenarbeit ist die bevorstehende Einführung zahlreicher neuer IT-Verfahren in der Steuerverwaltung. Die Steuerverwaltungen der 16 Bundesländer arbeiten schon jetzt mit dem Ziel zusammen, eine bundesweit einheitliche Software für das Besteuerungsverfahren zu entwickeln. Die daraus resultierenden, weitgehend identischen Verpflichtungen legen nach Angaben des niedersächsischen Finanzministeriums eine länderübergreifende Kooperation auch beim Einsatz und Betrieb der einheitlichen Verfahren nahe, um zum Beispiel durch arbeitsteiliges Vorgehen bestehende Ressourcen optimal einzusetzen und zu nutzen. (bs)

www.mf.niedersachsen.de

Stichwörter: Finanzwesen, Steuerverwaltung



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