Nordrhein-Westfalen:
Digitale Hochschullehre fördern


[19.12.2017] Das Land Nordrhein-Westfalen und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft fördern 43 Lehrende bei der Einführung innovativer Konzepte rund um die digitale Hochschullehre. Für die Umsetzung ihrer Konzepte erhalten die Fellows jeweils bis zu 50.000 Euro.

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft werden 43 Lehrende von 15 Hochschulen bei der Einführung innovativer digitaler Lehrvorhaben unterstützen. Die Wissenschaftler waren in der aktuellen Förderrunde des Programms „Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre“ erfolgreich. Wie das Ministerium für Kultur und Wissenschaft mitteilt, beträgt das Fördervolumen jährlich rund zwei Millionen Euro. Für die Umsetzung ihrer Konzepte erhalten die Fellows jeweils bis zu 50.000 Euro. Mit dem Förderprogramm wollen der Stifterverband und das Kultur- und Wissenschaftsministerium die Digitalisierung in der Lehre weiterentwickeln und durch beispielgebende Konzepte sichtbar machen. Beispielsweise führt ein Quiz-Duell Studierende der Wirtschaftswissenschaften in die betriebliche Kosten- und Leistungsrechnung ein, für Studierende der Archäologie wird die Antike über die 3D-Technologie erfahrbar gemacht – mit Projekten wie diesen soll die Lehre in den Hochschulen von Nordrhein-Westfalen digitaler werden.
„Die Digitalisierung bietet mit neuen Formaten und Interaktionsmöglichkeiten für die Lehre eine große Chance“, erklärt Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. „Studierende können ihr Studium mit digitalen Modulen personalisieren sowie flexibler und praxisnäher ausrichten. So kann die Digitalisierung insbesondere auch dabei helfen, der zunehmenden Vielfalt der Studierenden gerecht zu werden.“ Mehr als 180 Wissenschaftler haben sich laut dem nordrhein-westfälischen Kulturministerium mit ihren Konzepten beworben. Die letztlich erfolgreichen Bewerbungen würden zeigen, dass sich der Trend aus dem vergangenen Jahr weiter fortsetze: So fänden Inverted-Classroom-Modelle immer mehr Einzug in die Lehre. Hier erarbeiten sich Studierende ihren digital bereitgestellten Lernstoff zu Hause und vertiefen ihn gemeinsam in der Hochschule mit praktischen Übungen. Weitere Schwerpunkte seien virtuelle Realitäten und Gamification – spielerische Elemente, die die Lernmotivation der Studierenden steigern sollen. (sav)

www.mkw.nrw
www.stifterverband.org

Stichwörter: Hochschul-IT, Nordrhein-Westfalen, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft



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