Thüringen:
Finanzämter kommunizieren elektronisch


[8.1.2018] Die Thüringer Finanzämter kommunizieren seit diesem Jahr elektronisch mit den Finanzgerichten des Freistaats. Das Versenden von handschriftlich unterschriebenen Dokumenten ist damit nicht mehr notwendig.

Den nächsten Schritt zum Ausbau des E-Governments hat der Freistaat Thüringen gemacht: Seit Anfang dieses Jahres tauschen die Finanzämter des Landes Schriftstücke statt per Post nun per Mausklick mit der Finanzgerichtsbarkeit aus. Hierfür wurden nach Angaben des Thüringer Finanzministeriums bei Finanzämtern und Finanzgerichten Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfächer (EGVP) eingerichtet. Diese ermöglichen eine sichere Authentifizierung der Behörden und sind gegen Zugriffe Dritter geschützt. „Da Absender und Empfänger durch die elektronischen Postfächer genau identifiziert werden, entfällt das Versenden von handschriftlich unterschriebenen Dokumenten“, erklärt Thüringens Finanzstaatssekretär und CIO Hartmut Schubert. „Hier ist das Ende der Unterschrift eingeläutet. Das ist eine große Erleichterung für alle Beteiligten und eine echte Vereinfachung im Verwaltungsablauf.“
Wie das Finanzministerium weiter mitteilt, arbeiten die Thüringer Finanzämter bereits seit mehreren Jahren fast ausschließlich elektronisch. Ab sofort könnten sie auch medienbruchfrei mit den Gerichten und anderen Verfahrensbeteiligten, wie etwa Anwälten und Steuerberatern, kommunizieren. In weiteren Ausbaustufen ist laut dem Ministerium vorgesehen, dass neben dem allgemeinen Schriftverkehr auch die Übersendung der vollständigen Prozessunterlagen auf elektronischem Wege erfolgen wird, sodass künftig in der Regel ein vollständiger elektronischer (Akten-)Austausch stattfinden kann. (bs)

www.thueringen.de

Stichwörter: Dokumenten-Management, Finanzwesen, Thüringen



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