Weimar:
Bauhaus-Uni setzt auf Tintri


[9.4.2018] Mit einer Speicherlösung des Unternehmens Tintri hat die Bauhaus-Universität Weimar ihre Performance-Probleme innerhalb ihrer virtualisierten Infrastruktur gelöst.

Bei der Bauhaus-Universität Weimar beschleunigt Tintri die virtuellen Workloads. Die Bauhaus-Universität Weimar besteht aus vier Fakultäten: Architektur und Urbanistik, Bauingenieurwesen, Kunst und Gestaltung sowie Medien. Gemeinsam bieten diese 40 Studiengänge für mehr als 4.000 Studierende an. Zur IT-Unterstützung der Studierenden, Lehrenden und sonstigen Mitarbeiter betreibt die Hochschule ein eigenes Rechenzentrum, das sich aus Redundanzgründen auf zwei Standorte verteilt. „Wir betreiben in unserer VMware-Umgebung mehr als 240 virtuelle Maschinen (VMs). Diese sind je nach Bedeutung mit Ampelfarben gekennzeichnet. Unsere E-Mail-Anwendung ist zum Beispiel dunkelrot. Hier dürfen wir uns keine Ausfälle leisten“, sagt Steffen Ille, als IT-Leiter der Universität für den Bereich Infrastruktur für die virtuellen Systeme unter VMware verantwortlich, und ergänzt: „Wir hatten große Probleme mit unserer bestehenden EMC Isilon. Das Speichersystem wurde mit den Random IOs der wachsenden virtuellen Umgebung einfach nicht mehr fertig. Die Performance der Anwendungen war schlecht, es kam häufig zu Unterbrechungen auf dem E-Mail-Server, und Beschwerden von Benutzern waren an der Tagesordnung.“ Ille und sein Team erkannten, dass das alte Speichersystem nicht in der Lage war, die aktuelle Umgebung adäquat zu unterstützen. So begann die Suche nach einer Alternative.

Neues Speichersystem gesucht

„Mit wachsendem virtuellen Footprint wurde immer deutlicher, dass EMC Isilon das gemischte Profil aus Sequentiellen und Random IOs nicht mehr stemmen konnte“, erklärt Ille. „Die reine Kapazität war kein Thema. Die EMC Isilon hat durchaus ihre Stärken, wenn es zum Beispiel um Video-Streaming geht. Aber mit immer mehr Random IOs sank die Leistung des Systems auf quälend niedrige Werte. Wir haben uns daher entschieden, ein separates Speichersystem zu kaufen, das diese Arbeitslasten besser bewältigen kann.“
Neben der Fähigkeit, alle kritischen Workloads zu unterstützen, musste das neue Storage-System weitere Merkmale aufweisen. So war beispielsweise nicht nur hohe Leistung gefragt, sondern auch eine einfache Administration. Steffen Ille ist in der deutschen Hochschullandschaft gut vernetzt und kannte daher ähnliche Projekte aus jüngster Vergangenheit. „Ich habe die detaillierte Fallstudie der Universität Freiburg gelesen. Dort setzt das Team erfolgreich ein neues Speichersystem ein. Es besteht aus einem Speicher für die Massenspeicherung von Dateien und einem weiteren Speicher speziell für virtuelle Workloads. Wir hatten ja ganz ähnliche Probleme und konnten somit von den Vorarbeiten des dortigen Teams profitieren.“

Tintri gefunden

Das Team der Bauhaus-Universität Weimar formulierte einige Kernanforderungen, welche die Liste der möglichen Lösungen sehr kurz werden ließen. „Ich bin hier für die Virtualisierung zuständig. Das für die Virtualisierung vorgesehene neue Speichersystem sollte daher in meinen Arbeitsbereich fallen“, berichtet Ille. „Eine enge Integration in den Hypervisor und eine einfache Administration waren hierzu unerlässlich. Ich konnte mir einfach keine Lösung vorstellen, bei der irgendein altertümliches und komplexes LUN- oder Volume-Management implementiert werden sollte. Außerdem sollte NFS das Protokoll der Wahl werden, um das vorhandene Zehn-GB-Ethernet nutzen zu können. Dadurch fielen praktisch alle SAN-basierten Lösungen weg. Eine weitere wesentliche Anforderung war die synchrone Replikation. Wir legen Wert auf eine sehr hohe Sicherheit und Stabilität unserer Lösungen. Die Liste der Anbieter, die alles liefern konnten, war kurz. Sie lautete Tintri.“
Das öffentliche Ausschreibungsverfahren für eine neue Speicherlösung umfasste ursprünglich zwölf verschiedene Anbieter. Doch nur Tintri konnte alle Anforderungen erfüllen. Die Bauhaus-Universität Weimar entschied daher, Tintri VMstore zu testen und einen Proof of Concept (PoC) durchzuführen. Das Ergebnis: Tintri hat mit Bravour bestanden.
Nach dem erfolgreichen Bieterverfahren lieferte Tintris Partner, das Unternehmen Concat, zwei Tintri VMstore T850 Hybrid Storage Arrays mit einer Gesamtkapazität von 132 TB. „Die Bauhaus-Universität Weimar ist zu dem gleichen Ergebnis gekommen wie viele andere Anwender auch“, kommentiert Michael Gosch, Vertriebsleiter Lehre und Forschung bei Concat. „Random-IO-Profile und wachsende virtuelle Umgebungen, die diese IOs produzieren, können von klassischen, hardwarezentrischen Speichersystemen nicht bewältigt werden. Tintri ist eine gute Wahl für die Universität, da das System alle Anforderungen erfüllt.“
Die Alleinstellungsmerkmale von Tintri beschleunigten den gesamten Recherche- und Angebotsprozess erheblich: Die Universität konnte den neuen Speicher bereits sechs Monate nach der Upgrade-Entscheidung einsetzen. Das ist angesichts der Tatsache, dass die Hochschule staatlich finanziert und an ein langwieriges und aufwendiges öffentliches Ausschreibungsverfahren gebunden ist, extrem schnell. Die Bereitstellung der beiden Systeme war einfach und dauerte insgesamt rund viereinhalb Stunden. Dann konnten die ersten Workloads von der EMC Isilon auf das Tintri-System migriert werden.

Performance-Probleme gelöst

Seit Implementierung des Tintri VMstore hat IT-Leiter Steffen Ille keine rot gekennzeichneten Workloads mehr: „Performance-Probleme sind passé. Wo die EMC Isilon völlig überfordert war, betreibt die Tintri mit nur 30 Prozent ihrer möglichen Leistung alle 240 virtuellen Maschinen. Ich persönlich verleihe dem System das Attribut ,drop and forget‘. Denn seit seiner Implementierung hatte ich null Probleme damit. Mir gefällt zudem, dass die virtuellen Maschinen exakt so darauf laufen, wie ich sie in meinem vCenter sehe. Und sollte tatsächlich ein Problem auftreten, kann ich genau feststellen, wo die Ursache liegt. Denn bei Tintri sehe ich nicht nur den reinen Storage, sondern auch Netzwerk-Latenzzeiten und andere mögliche Engpässe. Diese Transparenz gab es bei der nicht VM-zentrischen EMC-Isilon-Lösung nicht. Für bestimmte Benutzer kann ich jetzt sogar einen gewissen Self-Service anbieten: Sie können ihre eigenen Regeln für Snapshots festlegen.“
Dank der Tintri-Speicherlösung hat die Bauhaus-Universität Weimar ihre Performance-Probleme innerhalb ihrer virtualisierten Infrastruktur gelöst. Das neue Speichersystem obliegt dem Virtualisierungsteam. Es wird also von Mitarbeitern administriert, die keine reinen Speicherspezialisten sind. Mit einem einfach administrierbaren Storage und einer hohen Leistungsreserve kann sich das Team um Steffen Ille auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren: Die Virtualisierung vorantreiben, ohne ständig Performance-Probleme auf der Speicherebene beheben zu müssen.

Christopher Knörle ist Senior Systems Engineer bei Tintri.

www.uni-weimar.de
www.tintri.com

Stichwörter: Hochschul-IT, VMware, Bauhaus-Universität Weimar, Tintri, Virtualisierung, virtuelle Maschinen, Speichersysteme, virtuelle Workloads, Concat

Bildquelle: Candy Welz

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