Studie:
Kaum Dialog via Facebook


[3.2.2011] Wie deutsche Abgeordnete via Facebook mit ihren Wählern kommunizieren, wollte die Technische Universität Ilmenau wissen. Ergebnis: Das mobilisierende Potenzial sozialer Netzwerke bleibt größtenteils ungenutzt, da die meisten Politiker auf Informationsvermittlung statt Dialog setzen.

Die Facebook-Kommunikation von Bundes- und Landtagsabgeordneten ist von der Technischen Universität Ilmenau untersucht worden. Analysiert wurden alle offiziellen Facebook-Seiten der Mitglieder des Deutschen Bundestags sowie der Abgeordneten des Bayerischen, des Schleswig-Holsteinischen und des Thüringer Landtags. Laut der Studie zeigen sich die Politiker bei der Kommunikation in dem sozialen Netzwerk insgesamt zurückhaltend: Nur rund ein Drittel (36 Prozent) der in Facebook vertretenen Bundes- und Landtagsmitglieder kommuniziere aktuell und mehrmals pro Woche mit seinen Anhängern. Ein weiteres Drittel der Abgeordneten habe das Netzwerk nach einer kurzen Probephase wieder verlassen. Jede zehnte der untersuchten Politiker-Seiten enthielt gar keine Meldungen. Nach Angaben der TU Ilmenau nutzt der Großteil der Politiker Facebook vor allem für die einseitige Vermittlung von Informationen statt für einen Austausch mit den Wählern. Entsprechend gering sei das Feedback, das die Abgeordneten über das Netzwerk erhielten. „Die anfängliche Facebook-Euphorie scheint damit verflogen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität. Anders als in den USA, wo sich soziale Netzwerke als Bestandteil der Kommunikationsstrategie vieler Politiker etabliert hätten, scheine den Abgeordneten hierzulande eine Erfolgsformel für den Einsatz von Facebook in der politischen Public Relations noch zu fehlen. (bs)

http://www.tu-ilmenau.de

Stichwörter: Web 2.0, Social Media, Studie, TU Ilmenau



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