Nationaler Cyber-Sicherheitsrat:
Kritische Infrastrukturen besser schützen


[20.10.2011] In seiner zweiten Sitzung hat sich der Nationale Cyber-Sicherheitsrat (Cyber-SR) schwerpunktmäßig mit dem Schutz kritischer Infrastrukturen beschäftigt. Beschlossen wurde, den Status quo der IT-Sicherheit von kritischen Infrastrukturen zu überprüfen.

Der Nationale Cyber-Sicherheitsrat (Cyber-SR) hält es vor dem Hintergrund der stetig zunehmenden Bedrohungen für geboten, die Kooperation zwischen staatlichen Stellen und Betreibern von kritischen Infrastrukturen im Rahmen des Umsetzungsplans KRITIS weiter zu vertiefen. Insbesondere die frühzeitige gegenseitige Information über Sicherheitsvorfälle und die unverzügliche Umsetzung von Handlungsempfehlungen könnten die Folgen von IT-Vorfällen erheblich reduzieren. „Wichtige Infrastrukturen, etwa im Bereich Energie und Versorgung, sind zunehmend von IT abhängig und untereinander vernetzt“, erklärte Bundes-CIO Cornelia Rogall-Grothe im Nachgang zur zweiten Sitzung des Cyber-SR. „Das erhöht ihre Verletzbarkeit und auch die Attraktivität für potenzielle Cybercrime-Täter. Die Betreiber kritischer Infrastrukturen müssen die Sicherheit ihrer IT-Steuerungssysteme daher permanent überprüfen und gewährleisten.“ Den besten Schutz bilden nach Ansicht des Cyber-SR die Einhaltung gängiger IT-Sicherheitsstandards sowie die Entwicklung von branchenspezifischen Maßnahmen für kritische Infrastrukturen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums, welches die Maßnahmen koordiniert, werden die zuständigen Bundesministerien und -behörden jede einzelne KRITIS-Branche auf deren Umsetzungsstand bezüglich der IT-Sicherheit überprüfen und branchenbezogene Handlungsnotwendigkeiten erarbeiten. (bs)

http://www.bmi.bund.de
http://www.cio.bund.de

Stichwörter: Nationaler Cyber-Sicherheitsrat, IT-Sicherheit, Cornelia Rogall-Grothe



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