Bund:
Dialog über Deutschland


[2.2.2012] Vorschläge zur Zukunft Deutschlands sucht die Bundeskanzlerin via Online-Dialog. Dieser ergänzt die Diskussionen mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis sowie die Veranstaltungen vor Ort. Die beim Zukunftsdialog gesammelten Erfahrungen sollen Grundlage für weitere Dialogprozesse sein.

Über Deutschlands Zukunft diskutiert die Bundeskanzlerin seit Frühjahr 2011 mit mehr als 120 Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis. Gestern (1. Februar 2012) ist der Online-Bürgerdialog gestartet. Im Mittelpunkt stehen folgende drei Fragen: Wie wollen wir zusammenleben? Wovon wollen wir leben? Wie wollen wir lernen? Bürger können bis zum 15. April Ideen einbringen und von ihren Erfahrungen berichten sowie Vorschläge anderer kommentieren und bewerten. Die Absender jener zehn Vorschläge, denen die meisten Nutzer ihre Stimme gegeben haben, werden ins Bundeskanzleramt eingeladen ebenso wie die jener zehn Vorschläge, die von den Mitgliedern des Expertendialogs und den Mitarbeitern des Bundespresseamtes nach fachlicher Prüfung als die erfolgversprechendsten ausgewählt werden. Damit der Bürgerdialog nicht nur online stattfindet, wird die Bundeskanzlerin auf Veranstaltungen in Erfurt (28. Februar 2012), Heidelberg (14. März) und Bielefeld (28. März) ausgewählte Themen mit Bürgern diskutieren. Die Vorschläge, die dort gemacht werden, fließen ebenfalls in den Zukunftsdialog ein. Im Juli 2012 beenden auch die Experten ihre Arbeit. Anschließend wird der Abschlussbericht für die Bundeskanzlerin zusammengestellt. Wie das Bundespresseamt mitteilt, stellt der Zukunftsdialog eine Form der Bürgerbeteiligung dar, wie sie in Deutschland zuvor noch nicht stattgefunden hat. Er sei ein Experiment, das stark auf Zusammenarbeit setze und Fehler bewusst zulasse. Aufbauend auf den Erfahrungen müssen ihm weitere Dialogprozesse folgen. (rt)

http://www.dialog-ueber-deutschland.de

Stichwörter: E-Partizipation, Zukunftsdialog, Bundeskanzlerin, Bürgerbeteiligung



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