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Apps für Deutschland:
Gewinner gekürt


[7.3.2012] Die Preisträger des Open-Data-Wettbewerbs „Apps für Deutschland“ sind im Rahmen der IT-Messe CeBIT ausgezeichnet worden. Zudem haben die Länder Bremen und Berlin Sonderpreise vergeben.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat gestern (6. März 2012) auf der CeBIT die Gewinner des ersten bundesweiten Wettbewerbs „Apps für Deutschland“ geehrt. Gesucht waren Ideen sowie Applikationen, die auf Datensätzen der öffentlichen Verwaltung beruhen. Die Wettbewerbskategorie Daten richtete sich an Behörden aller Verwaltungsebenen mit der Aufforderung, Datensätze bereitzustellen. Wie das Bundesinnenministerium berichtet, hat sich in der Kategorie „Ideen“ hAPPy.parents durchgesetzt; das es Familien mit Kindern ermöglicht, für diese Zielgruppe relevante Orte, Plätze oder Einrichtungen einfach und schnell aufzufinden. Der erste Preis in der Kategorie „Daten“ geht an die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes für PegelOnline, das einen aktuellen Überblick über Wasserstände erlaubt. In der Kategorie „Applikationen“ sind zwei Hauptpreise vergeben worden. Platz eins hat die von einem Einzelentwickler hergestellte App LISA erhalten, eine Anwendung, mit der die Attraktivität einer Region anhand verschiedener Datensätze ermittelt werden kann. Im Bereich Firmen hat es Cityguide Bremen, der mobile Stadtführer mit verschiedenen Modulen, an die Spitze geschafft.
Bundesinnenminister Friedrich: „Ich gratuliere den Gewinnern sehr herzlich und danke zugleich allen, die sich am Wettbewerb beteiligt haben. Sie haben uns eindrucksvoll gezeigt, welches kreative Potenzial in offenen Verwaltungsdaten steckt. Jede Einreichung ist deshalb ein Gewinn.“ Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wurden im Wettbewerbszeitraum 112 Ideen zur Nutzung öffentlicher Daten und 77 innovative Apps eingereicht. Behörden aller Verwaltungsebenen stellten 320 Datensätze bereit. „Die Beteiligung an diesem ersten deutschen Programmierwettbewerb war hervorragend. Es konnten alle drei von uns angesprochenen Zielgruppen erreicht werden: Nerds, Visionäre und Verwaltungsmitarbeiter. Behörden haben Daten zur Verfügung gestellt, Bürger übermittelten ihre Ideen und Programmierer die Apps – ein voller Erfolg“, erklärten die Organisatoren des Wettbewerbs, das Government 2.0 Netzwerk Deutschland, das Open Data Network und die Open Knowledge Foundation Deutschland. Unterstützt wurde der Wettbewerb unter anderem vom Branchenverband BITKOM, der Landesinitiative „Projekt Zukunft“ von Berlin sowie der Freien Hansestadt Bremen.

Apps4Bremen

Die beiden Bundesländer hatten auch jeweils Sonderpreise ausgelobt. Bremens Bürgermeisterin Karoline Linnert: „Offensichtlich hat Bremen eine große App-Gemeinde. Im Rahmen des parallel laufenden bundesweiten Wettbewerbs sind insgesamt 189 Wettbewerbsbeiträge eingegangen. Von den kostenlosen Apps profitieren die Bürgerinnen und Bürger. Vom Staat zur Verfügung gestellte Daten werden mithilfe der Applikationen zu nutzerfreundlichen Infopaketen verarbeitet – eine erfolgreiche Koproduktion von Verwaltung mit Bürgerinnen und Bürgern.“ Der erste Preis für bereits umgesetzte Applikationen erhielt bei Apps4Bremen eine Applikation über Kinderspielplätze in der Hansestadt. Wie die Senatorin für Finanzen mitteilt, wurden von der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) drei weitere Preise überreicht. Hier wurden interessante Ideen prämiert, die einen größeren Aufwand erfordern und noch umgesetzt werden müssen. Der erste Platz beim Ideenwettbewerb ging an eine App, die verdeutlichen soll, was das Land Bremen mit den Steuergeldern der Bürger finanziert.

Berliner Sonderpreise

In Berlin sind ebenfalls Sonderpreise vergeben worden. Wie die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung mitteilt, soll mit den Sonderpreisen, gestiftet von Berliner Unternehmen, die Nutzung der Datensätze aus dem Berliner Open-Data-Portal angeregt werden. Von den 112 beziehungsweise 77 Einsendungen in den Kategorien „Ideen“ und „Anwendungen“ hatten mehr als 20 Beiträge einen Berlin-Bezug. Sieger in der Kategorie „Ideen“ ist eine Baumkataster-App. Sieger in der Kategorie „Anwendungen“ ist eine Weihnachtsmarkt-App. Nicolas Zimmer, Staatssekretär im Wirtschaftssenat, sagte dazu: „Die Gewinner und die vielen Einsendungen zeigen, dass wir mit der verantwortungsvollen Bereitstellung von Datenbeständen der öffentlichen Hand auf dem richtigen Weg sind. Von den Daten über das Portal, die Entwickler und die Diensteanbieter entwickelt sich eine Wertschöpfungskette bis hin zum Nutzer.“ (rt)

http://www.apps4deutschland.de
http://daten.bremen.de
http://daten.berlin.de

Stichwörter: Open Government, Apps für Deutschland, App, Wettbewerb, Bremen, Berlin, Hans-Peter Friedrich



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