Bayern:
Fahndung mit CarPads


[4.7.2013] Die Bayerische Polizei arbeitet ab sofort mit so genannten CarPads. Der Freistaat wird damit nach eigenen Angaben zum Vorreiter bei der mobilen Fahndungstechnik.

Der Freistaat Bayern hat seine Polizei für knapp 1,8 Millionen Euro mit rund 400 so genannten CarPads ausgestattet. Die Geräte ersetzen die bisherigen Car-PC, die seit dem Jahr 2000 bei der Bayerischen Polizei zur mobilen Fahndung eingesetzt werden, sind aber technisch nicht mehr an das Polizeifahrzeug gebunden. Wie das bayerische Innenministerium berichtet, kann mithilfe der robusten Tablet-PCs ortsungebunden in polizeilichen Datenbanken recherchiert werden. Darüber hinaus erlauben die CarPads mittels mobiler Fingerabdruck-Scanner auch Schnellabgleiche in der Fingerabdruckdatenbank des Bundeskriminalamtes. Zudem könnten die Fahnder spezielle Dateien zur Überprüfung von Dokumenten und Fahrzeugen nutzen, um beispielsweise Diebstahlsfällen auf die Spur zu kommen. „Die neuen CarPads helfen unseren Polizistinnen und Polizisten auch bei der Eigensicherung, weil damit vor Ort schnell Informationen über die Kontrollierten zur Verfügung stehen“, erklärte Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck. Das sei gerade bei Gewalttätern und Personen mit ansteckenden Krankheiten wichtig. Darüber hinaus würden die Einsatzzentralen spürbar von Fahndungsabfragen entlastet. „Kein anderes Bundesland hat bei der Fahndung einen so hohen Anteil an mobilen Geräten im Einsatz wie Bayern“, so Eck abschließend. Der Freistaat habe hier eine bundesweite Vorreiterrolle, die sich mit beachtlichen Fahndungserfolgen bezahlt mache. (bs)

http://www.polizei.bayern.de
http://www.stmi.bayern.de

Stichwörter: Innere Sicherheit, Polizei, Bayern



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