Rheinland-Pfalz:
Einheitliches System für Leitstellen


[15.7.2013] Die Leitstellen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben in Rheinland-Pfalz sollen künftig mit einer einheitlichen Kommunikationsinfrastruktur arbeiten. Mit der Entwicklung des neuen Systems hat das Land jetzt das Unternehmen Frequentis beauftragt.

Leitstellen in Rheinland-Pfalz erhalten einheitliches Kommunikationssystem. Das Land Rheinland-Pfalz hat mit dem österreichischen Unternehmen Frequentis einen Vertrag über die Entwicklung eines Kommunikationssystems für die Leitstellen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) unterzeichnet. Dies sei ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer einheitlichen Infrastruktur für die rheinland-pfälzischen Leitstellen, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Innenministeriums und des Landesbetriebs Daten und Information (LDI) Rheinland-Pfalz. In dem neuen System sollen beispielsweise Notruf, Telefon sowie Analog- und Digitalfunk zusammengeführt werden. „Das Projekt ist eine gewinnbringende Investition in die Sicherheitsarchitektur des Landes mit großen Vorteilen für die Bürgerinnen und Bürger“, erklärte Innenstaatssekretärin Heike Raab. So sei die grundsätzliche Erreichbarkeit dank der neuen Technik besser gewährleistet, da beim Ausfall einer Leitstelle eingehende Notrufe automatisch an eine andere Leitstelle weitergeleitet werden. Zudem könnten bei über Handys eingehenden Notrufen künftig auch die Standortdaten der Anrufer übermittelt werden. Raab: „So kann die Hilfe schnell am Unglücksort sein, auch wenn der Anrufer nicht mehr in der Lage ist, seinen Standort mitzuteilen.“ Das neue System soll zunächst im Polizeipräsidium Mainz installiert werden. Für die Entwicklung werden nach Angaben des LDI rund zwei Jahre veranschlagt, die Kosten belaufen sich auf etwa zehn Millionen Euro. (bs)

http://www.ldi.rlp.de
http://www.frequentis.com

Stichwörter: Innere Sicherheit, Rheinland-Pfalz, Frequentis, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Notruf

Bildquelle: LDI Rheinland-Pfalz

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