[11.3.2014] Thüringen hat in den vergangenen fünf Jahren rund 350 Millionen Euro in die elektronische Modernisierung der Verwaltung investiert. Das zahlt sich aus: Die E-Government-Angebote des Landes erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
Thüringens Finanzminister Wolfgang Voß hat den Freistaat anlässlich der Eröffnung der IT-Messe CeBIT (10.-14. März 2014, Hannover) als E-Government-Land bezeichnet. „Im Freistaat läuft die Kommunikation in der Verwaltung und mit der Verwaltung immer mehr auf elektronischem Wege ab“, erklärte Voß. „Wir müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten. Deshalb hat der Freistaat in den vergangenen fünf Jahren 350 Millionen Euro in seinen elektronischen Modernisierungsprozess investiert. Das ist gut angelegtes Geld und zahlt sich nach und nach aus.“ E-Government sei ein wichtiger Schlüssel, um die Verwaltung effizienter und zukunftsfähiger zu gestalten. Hierzu zähle auch eine neue Generation der Landesdatenautobahn. Finanzminister Voß: „Unser Ziel ist ein schnelleres und sichereres Netz. Hieran sind 350 Dienststellen mit etwa 30.000 Bediensteten angebunden. Bis 2017 können so Einsparungen von über neun Millionen Euro erzielt werden. Für den Internet-Zugang erhalten wir die vierfache Bandbreite für die Hälfte der bisherigen Kosten. Wir modernisieren und sparen noch dabei.“ Wie das Thüringer Finanzministerium weiter mitteilt, erfreuen sich die elektronischen Verwaltungsservices für Bürger und Wirtschaft zudem immer größerer Beliebtheit. So habe sich die Nachfrage nach Online-Formularen in den vergangenen fünf Jahren verzehnfacht: 2013 seien die auf der zentralen Internet-Plattform bereitstehenden knapp 1.300 Formulare bereits mehr als 560.000-mal genutzt worden. Auf den Zuständigkeitsfinder, ein Gemeinschaftsprojekt des Landes mit den Kommunen, wurden im vergangenen Jahr über 1,2 Millionen Zugriffe verzeichnet. Zudem konnte laut Ministerium die Zahl der Ausschreibungen auf der Thüringer Vergabeplattform seit Bestehen im Jahr 2011 mehr als verdoppelt werden, das Auftragsvolumen betrug über 260 Millionen Euro. Ein Erfolg sei darüber hinaus das Thüringer Antragssystem für Verwaltungsleistungen (ThAVEL). Als digitaler Schreibtisch bedient sich das System der Daten aus dem Zuständigkeitsfinder und dem Formularservice und bildet Verwaltungsabläufe medienbruchfrei ab.
(bs)
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