IT-Sicherheit:
Bund wechselt Netzbetreiber


[30.6.2014] Die Bundesregierung zieht Konsequenzen aus der NSA-Affäre und kündigt den Vertrag mit dem amerikanischen Provider Verizon.

Die Bundesregierung beabsichtigt, den bislang für Teilbereiche bestehenden Vertrag mit dem amerikanischen Provider Verizon zu beenden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Bundesinnenministeriums (BMI) hervor. Demnach sollen die Netzinfrastrukturen, auf die sich die Regierungskommunikation der Bundesregierung stützt, künftig einheitlich von einem Partner bereitgestellt werden. Zurzeit stellt Verizon die Infrastruktur für den Informationsverbund der Bundesverwaltung (IVBV) und das Bundesverwaltungsnetz (BVN) zur Verfügung. Aus Sicht der Bundesregierung hat sich die Bedrohungslage der Netze durch hochentwickelte Schadprogramme wie Trojaner verschlechtert. Zudem hätten die im Zuge der NSA-Affäre aufgezeigten Beziehungen von fremden Nachrichtendiensten und Firmen gezeigt, dass für die sicherheitskritische Kommunikationsinfrastruktur der Bundesregierung besonders hohe Anforderungen zu stellen seien. Vor diesem Hintergrund erfolgt laut der Meldung derzeit eine Neugestaltung der Informations- und Kommunikationsstrukturen des Bundes, die über eine reine Modernisierung der Bestandsnetze hinausgeht. (ma)

http://www.bmi.bund.de

Stichwörter: IT-Sicherheit, Informationstechnik, Bund



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