Bayern:
Künftig bargeldlos zahlen


[2.12.2014] Die Bayerischen Polizeien sollen flächendeckend die Möglichkeit zur Kartenzahlung einführen. Verkehrsordnungswidrigkeiten könnten im Freistaat dann künftig bargeldlos vor Ort beglichen werden. Auch andere Ressorts der Staatsverwaltung sollen auf die neuen Bezahlmöglichkeiten umstellen.

In Bayern können Verkehrsordnungswidrigkeiten künftig bargeldlos beglichen werden. In Bayern können künftig alle Ressorts der Staatsverwaltung EC- und Kreditkartenzahlung anbieten, wenn es wirtschaftlich ist. Das haben nun Finanzminister und CIO Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann angekündigt. Die Möglichkeit zur Kartenzahlung soll es unter anderem bei der Bayerischen Polizei geben. „In Zukunft wird beispielsweise die bargeldlose Zahlung von Verkehrsordnungswidrigkeiten unmittelbar vor Ort möglich sein“, sagte Innenminister Herrmann. Die flächendeckende Einführung werde aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da sich aus dem speziellen Aufgabengebiet besondere Anforderungen an das Zahlungssystem ergeben. Unter anderem müssen die mobilen Zahlungsterminals zuverlässig im Streifenwagen betrieben werden können und hohen datenschutzrechtlichen Anforderungen genügen. Die neuen Bezahlmöglichkeiten waren laut der bayerischen Regierung im Vorfeld im Rahmen verschiedener Pilotverfahren auf ihren Einsatz bei staatlichen Behörden untersucht worden. So hätten ausgewählte Ämter für Digitalisierung, Breitband und Vermessung sowie Vollzieher an den Finanzämtern seit März 2014 Lesegeräte für EC-Karten getestet. Allein in den ersten drei Monaten des Flächeneinsatzes konnten fast 1.800 Bezahlungen über rund 500.000 Euro bequem mit Karte abgewickelt werden. „Sichere und zuverlässige Zahlungen sind für uns ein wichtiges Kriterium. Die Voraussetzungen werden erfüllt“, erklärt dazu Finanzminister Söder. Auch die Bayerische Polizei hat einen erfolgreichen Pilotversuch durchgeführt. Allerdings hätten damals noch die Bürger die Kosten der bargeldlosen Zahlung tragen müssen. „Das wollten wir vermeiden und haben uns deshalb zunächst dagegen entschieden“, erläutert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. „Jetzt ist geklärt: Eventuell anfallende Gebühren für die Kartenzahlung übernimmt der Freistaat, dem Bürger entstehen keine höheren Kosten.“ (bs)

http://www.stmflh.bayern.de

Stichwörter: Finanzwesen, E-Payment, Bayern, Markus Söder, Joachim Herrmann

Bildquelle: H.D.Volz/pixelio

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