Mecklenburg-Vorpommern:
Polizeinotruf 2.0 gestartet


[28.5.2015] Eine neue Einsatzleitstellen-Software unterstützt jetzt die Arbeits- und Handlungsabläufe bei der Bearbeitung von Polizeinotrufen in Mecklenburg-Vorpommern. Nicht zuletzt kommt die neue Technik Polizeibeamten in Notlage zugute.

Das Flexible Einsatzleitsystems Innere Sicherheit (FELIS) unterstützt die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern. In Mecklenburg-Vorpommern ist jetzt der Wirkbetrieb des Flexiblen Einsatzleitsystems Innere Sicherheit (FELIS) gestartet. Wie die Landesregierung meldet, unterstützt die neue Software die Arbeits- und Handlungsabläufe bei der Entgegennahme und Bearbeitung von Polizeinotrufen und der Einsatzkoordinierung. Somit sei eine effizientere Aufarbeitung der Notrufe möglich. Außerdem werden die Mitarbeiter in den beiden Einsatzleitstellen, der 37 Polizeireviere sowie der sechs Autobahn- und Verkehrspolizeireviere Mecklenburg-Vorpommerns erheblich entlastet. An insgesamt 66 Arbeitsplätzen, vor allem in den Einsatzleitstellen und Polizeirevieren, kommt FELIS von nun an vollständig zum Einsatz. In dem System laufen alle wichtigen Informationen zusammen. Außerdem werden sie nutzerfreundlich verarbeitet. An den Arbeitsplätzen ist somit auf einen Blick ersichtlich, wo sich welcher Streifenwagen befindet. Auch die jeweilige Verfügbarkeit wird angezeigt. Das machen die im TETRA Digitalfunk übertragenen GPS-Positionsdaten zur Lokalisierung der Einsatzfahrzeuge und von Statusmeldungen möglich. Auch für Polizeibeamte in einer Notlage hat die Technik Vorteile. Nach Druck der Notruftaste am Digitalfunkgerät wird die mit dem Funknotruf übermittelte GPS-Position auf der elektronischen Karte von FELIS dargestellt. Auch wenn ein telefonischer Notruf über 110 eingeht, wird der Standort des Anrufers angezeigt. Per Mausklick werden die Streifenwagen zum Einsatzort beordert. Über dieses Einsatzdokumentations- und -protokollierungswerkzeug lassen sich außerdem polizeiliche Fahndungen effizienter koordinieren. Anhand des eingegebenen Einsatzorts werden automatisch die zu besetzenden Kontrollstellen in der FELIS-Karte angezeigt. „Einfacher und effektiver geht es kaum“, sagt Innenminister Lorenz Caffier. „Keine Frage: Das System ist ein herausragendes Upgrade für die Arbeit unserer Polizisten. Mit FELIS führen wir in unserem Land den Polizeinotruf 2.0 ein. Der Notruf ist für unser Sicherheitsgefühl sehr wichtig. Wir vertrauen voll und ganz auf die 110. Umso wichtiger ist, dass die gesamte Technik dahinter voll funktionstüchtig und auf dem neusten Stand ist.“ (ve)

http://www.regierung-mv.de

Stichwörter: Panorama, Polizei, Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier, FELIS

Bildquelle: FotoHiero / pixelio

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