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Einheitlicher Ansprechpartner:
Aussicht auf Version 2.0


[22.10.2015] Der neue Einheitliche Ansprechpartner 2.0 soll Unternehmen die Orientierung im Behördendschungel erleichtern. One-Stop-Shops sollen es ermöglichen, alle Behördengänge an einer Stelle vollständig elektronisch abzuwickeln.

Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, hat jetzt die konsequente Einrichtung digitaler One-Stop-Shops bei Behörden in Deutschland gefordert. „Vor allem junge Gründerinnen und Gründer sehen sich im Behördendschungel oft mit zu vielen Hürden konfrontiert. Dabei brauchen sie die Zeit und Energie, um sich auf den Aufbau ihrer Geschäftsidee zu konzentrieren“, erläutert Zypries. „Wir müssen daher konsequent One-Stop-Shops einrichten. Dort können Start-ups, aber auch etablierte Unternehmen, alle Behördengänge von der Antragstellung über Anzeigepflichten bis hin zum Empfang von Bescheiden vollständig elektronisch abwickeln.“ Allein bei der Gründung könne einer Untersuchung zufolge der Erfüllungsaufwand um 26 Prozent gesenkt werden, wenn alle notwendigen Verfahren über eine einheitliche Anlaufstelle abgewickelt werden könnten. „Mit dem Einheitlichen Ansprechpartner 2.0 treiben wir die Entwicklung voran. Der entscheidende Schlüssel für einen unternehmensfreundlicheren Verwaltungsservice liegt dabei in der besseren Vernetzung der Behörden bundesweit und dem Ausbau der E-Government-Strukturen.“ Auf einer Konferenz sind Mitte Oktober 2015 die Eckpunkte des neuen Einheitlichen Ansprechpartners 2.0 vorgestellt worden. Der nächste Meilenstein ist laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Wirtschaftsministerkonferenz im Dezember 2015. In ihrem Rahmen soll die künftige Strategie verabschiedet werden. Das System des Einheitlichen Ansprechpartners beruht auf der EU-Dienstleistungsrichtlinie. Sie verpflichtet öffentliche Verwaltungen dazu, Unternehmen einen grenzüberschreitend gebündelten Zugang zu sämtlichen Informationen zu bieten, die für die Ausübung einer wirtschaftlichen Tätigkeit erforderlich sind. In Deutschland haben die Bundesländer dazu die organisatorischen und technischen Infrastrukturen aufgebaut. Diese Angebote sind laut der Meldung jedoch noch nicht ausreichend verzahnt. Zudem sollen andere Online-Verfahren wie die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in das EA-System eingebunden werden. Dies sei beim Einheitlichen Ansprechpartner 2.0 berücksichtigt. Mit den Verbesserungen werde auch das Regierungsprogramm Digitale Verwaltung 2020 vorangebracht, in dem der EA 2.0 ein zentraler Bestandteil ist. (ve)

http://www.bmwi.de
Die neuen Eckpunkte (Gestaltungsgrundsätze) (PDF, 245 KB) (Deep Link)

Stichwörter: Panorama, Einheitlicher Ansprechpartner 2.0, Brigitte Zypries



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