procilon:
Software löscht Brandsatz im E-Archiv


[23.3.2016] Mit proNEXT Archive Manager hat das Unternehmen procilon eine Lösung entwickelt, die eine vollständig elektronische Beweisführung ermöglicht. Diese wurde jetzt vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert.

In den elektronischen Archiven vieler Behörden, Gerichte, Krankenhäuser, Rechtsanwälte und Unternehmen lauert ein Brandsatz, der schlagartig die Beweiskraft unzähliger elektronischer Dokumente und Urkunden vernichten kann. Elektronisch erstellte Beglaubigungen werden dann wertlos, Verträge ungültig, eingescannte Belege nicht als Beweismittel zugelassen oder bei archivierten E-Mails kann kein nachweisbarer Absender ermittelt werden. Der Grund: Elektronisch archivierte Dokumente sind zum Manipulationsschutz mit elektronischen Signaturen versehen, welche regelmäßig erneuert werden müssen, unter anderem aufgrund technologischer Weiterentwicklung. Geschieht dies nicht, verfallen sie nach Ablauf ihres jeweiligen Stichtages beziehungsweise die elektronische Unterschrift kann nicht mehr überprüft werden und verliert damit ihre Gültigkeit. Archivare nutzen daher oft aufwendige Verfahren zur Nachsignatur oder betreiben zusätzlich zum elektronischen ein klassisches Papierarchiv. Damit das zukünftig nicht mehr so sein muss, und Behörden und Unternehmen ein hohes Maß an Sicherheit gewinnen, hat das Unternehmen procilon die Lösung proNEXT Archive Manager entwickelt, die nun vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert wurde. Die Software ermöglicht es nach Herstellerangaben allen, die mit elektronischen Dokumenten zu tun haben, eine Art Sprinkleranlage zum Schutz ihrer Dokumente einzubauen und damit den potenziellen Brandsatz unschädlich machen. Grundlage für die Zertifizierung war nach Angaben von procilon die BSI-Richtlinie TR-03125 zur Beweiswerterhaltung kryptographisch signierter Dokumente. (bs)

http://www.procilon.de

Stichwörter: Dokumenten-Management, procilon, E-Akte, elektronische Signatur, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Dokumenten-Management
20. ÖV-Symposium: Ceyoniq zeigt E-Akte-Basisdienst
[20.8.2019] Wie ein E-Akte-Basisdienst für die öffentliche Verwaltung aussehen kann, zeigt das Unternehmen Ceyoniq auf dem 20. ÖV-Symposium. Die von Materna und Infora organisierte Veranstaltung findet Mitte September in Düsseldorf statt. mehr...
Das Unternehmen Ceyoniq zeigt an seinem Messestand auf dem ÖV-Symposium sein Lösungsportfolio rund um die E-Akte.
BVA: Neuer Rahmenvertrag im Drei-Partner-Modell
[9.8.2019] Über das Drei-Partner-Modell des Bundesverwaltungsamts (BVA) steht ein neuer Rahmenvertrag zum Thema „VBS, DMS, E-Akte“ zur Verfügung. Vertragspartner Sopra Steria wird von zahlreichen Unterauftragnehmern unterstützt. mehr...
Schleswig-Holstein: Neue Ära der Archivierung
[11.6.2019] Eine neue Ära des Archivwesens hat das Land Schleswig-Holstein jetzt eingeläutet. Das Digitale Archiv Schleswig-Holstein (DASH) ist wichtiges Element der Verwaltungsmodernisierung des Landes und soll eine effektive Schriftgutverwaltung in den Behörden und Ämtern unterstützen. mehr...
Materna/secunet: Sichere E-Akte-Lösung
[28.5.2019] Materna und secunet wollen Verwaltungsakten und Verschlusssachen in einer sicheren E-Akte-Lösung vereinen. Dazu haben die beiden Unternehmen jetzt eine Kooperation vereinbart. mehr...
Nordrhein-Westfalen: E-Akte-Pilot gestartet
[21.5.2019] In Zusammenarbeit mit IT.NRW stattet Materna in den kommenden zwei Jahren gemeinsam mit Partnern insgesamt 60.000 Arbeitsplätze in 225 Behörden in Nordrhein-Westfalen mit der elektronischen Akte aus. Der Pilot ist seit Februar erfolgreich in Betrieb. mehr...
NRW: E-Akte hält bis 2022 in allen Landesbehörden Einzug.