Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Panorama > E-Voting wird ausgeweitet

Kanton Basel-Stadt:
E-Voting wird ausgeweitet


[10.6.2016] Bis zum Jahr 2019 sollen im Kanton Basel-Stadt alle Stimmberechtigten elektronisch abstimmen und wählen können. Für die Ausdehnung der elektronischen Stimmabgabe schreibt der Schweizer Kanton das hierfür nötige E-Voting-System öffentlich aus.

Der Schweizer Kanton Basel-Stadt ermöglicht seit dem Jahr 2009 die elektronische Stimmabgabe für Auslandschweizer – sie konnten bereits bei über 20 Abstimmungen sowie bei den Nationalratswahlen 2011 und 2015 ihre Stimme über das Internet abgeben. Im Rahmen seiner E-Voting-Strategie hat der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt im Dezember 2014 beschlossen, die elektronische Stimmabgabe schrittweise auszudehnen. So hat Basel-Stadt etwa als erster Kanton in der Schweiz beim Urnengang am 5. Juni 2016 E-Voting für Personen mit einer Behinderung eingeführt. Ab Herbst 2017 sollen die im Kanton wohnhaften Stimmberechtigten der Wahlkreise Grossbasel-Ost und Kleinbasel elektronisch abstimmen dürfen. Ab dem Jahr 2019 schließlich soll E-Voting neben der brieflichen und persönlichen Stimmabgabe als dritter Abstimmungskanal für alle Stimmberechtigten im Kanton etabliert werden. Wie der Kanton Basel-Stadt mitteilt, wurde für die bisherigen Abstimmungen das Genfer E-Voting-System (CHVote) erfolgreich eingesetzt. Die Ausdehnung der elektronischen Stimmabgabe auf 100 Prozent der Stimmberechtigten erhöhe jedoch das Auftragsvolumen. Der Kanton führe deshalb unter Einhaltung der beschaffungsrechtlichen Vorgaben eine öffentliche Ausschreibung für das neue E-Voting-System durch. Interessierte Systemanbieter müssen die hohen technischen Anforderungen der Schweizer Bundesverwaltung sowie weitere, durch den Kanton definierte Kriterien erfüllen. Im Herbst dieses Jahres will der Regierungsrat von Basel-Stadt dann entscheiden, welches E-Voting-System künftig zum Einsatz kommen wird. (bs)

http://www.staatskanzlei.bs.ch

Stichwörter: Panorama, Basel-Stadt, Schweiz, International, Wahlen, E-Voting



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Panorama
Branchenkompass Public Sector 2020: Zu wenig digitale Leistungen
[3.6.2020] Der Aufbau einer digitalen Verwaltung in Deutschland zieht sich hin. Das zeigen die Ergebnisse des Branchenkompass Public Sector von Sopra Steria und dem F.A.Z.-Institut. mehr...
Nur 16 Prozent der für den Branchenkompass Public Sector befragten Behörden gaben an, dass sie Verwaltungsleistungen gemäß dem OZG online anbieten können.
BMWi: Herausragende Reallabore ausgezeichnet
[2.6.2020] Neun Reallabore für Innovation und Regulierung wurden jetzt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ausgezeichnet. Bundewirtschaftsminister Peter Altmaier lobt die Preisträger und fordert zugleich mehr Einsatz von der Politik, sodass weitere Erprobungsprojekte möglich werden. mehr...
Technologien: KI, Blockchain und AR Bericht
[28.5.2020] Der Einsatz von künstlicher Intelligenz, Blockchain und Augmented Reality wird in der öffentlichen Verwaltung aktuell intensiv diskutiert. Was zeichnet diese Technologien aus und welche Anwendungsoptionen bieten sich im Public Sector? mehr...
Potenziale der Blockchain für den Public Sector erkennen.
NEGZ: Sprachsteuerung als Chance
[28.5.2020] Um den Einsatz sprachgesteuerter E-Government-Dienste in der Verwaltung dreht sich eine jetzt veröffentlichte Kurzstudie des Nationalen E-Government Kompetenzzentrums (NEGZ). mehr...
Bundesverwaltungsamt: Think Big Interview
[26.5.2020] Im Exklusiv-Interview mit move moderne verwaltung gibt Christoph Verenkotte, Präsident des Bundesverwaltungsamtes (BVA), einen Einblick in die Geschichte der Behörde, die aktuellen Aufgaben und erläutert, wie es das BVA geschafft hat, sich an wandelnde Gegebenheiten anzupassen. mehr...
Christoph Verenkotte, Präsident des Bundesverwaltungsamtes
Suchen...

 Anzeige


Aktuelle Meldungen