Mecklenburg-Vorpommern:
Gerichte kommunizieren elektronisch


[3.8.2016] In Mecklenburg-Vorpommern ist die elektronische Kommunikation zwischen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und den Verwaltungsgerichten in Schwerin und Greifswald angelaufen. Asylverfahren können so deutlich beschleunigt werden.

Seit etwa einem Monat kommunizieren die Verwaltungsgerichte Schwerin und Greifswald auf elektronischem Weg mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). „Somit können wir noch zügiger Rechtssicherheit in Asylverfahren herstellen“, sagt Justizstaatssekretärin Birgit Gärtner. Seit dem 29. Juni 2016 sind laut dem Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 430 Verwaltungsakten bei den Verwaltungsgerichten eingegangen. Justizstaatssekretärin Gärtner: „Es freut mich, dass die Richter auch von der Möglichkeit Gebrauch machen, vom BAMF Akten aktiv elektronisch anzufordern und nicht nur von dort gesendete Akten zur Bearbeitung entgegennehmen. Dadurch können hier in Mecklenburg-Vorpommern Bearbeitungszeiten in Asylverfahren erheblich reduziert werden. Bislang dauerten die Postwege der Aktenübersendung bis zu sechs Wochen.“ Mecklenburg-Vorpommern gehört zu elf Bundesländern, deren Verwaltungsgerichte mit der Fachanwendung EUREKA-Fach arbeiten. Verfahrensakten gehen über eine gesicherte Datenleitung elektronisch ein und können am Monitor bearbeitet werden. (bs)

http://www.regierung-mv.de

Stichwörter: E-Justiz, Mecklenburg-Vorpommern, Asylverfahren



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