Bürgerplattform:
Wildtiere in Bayern


[23.11.2016] Mit der neuen Bürgerplattform Wildtiere in Bayern erhalten Interessierte nicht nur Daten über die vor Ort vorkommenden Wildtiere, sondern können auch eigene Beobachtungen oder Abschüsse erfassen.

Verwüstet ein Wildschwein einen bayerischen Acker, kann der geschädigte Landwirt das jetzt auf einer Online-Plattform dokumentieren. Wildschweine und Wildgänse können auf Ackerflächen erhebliche Schäden anrichten. Das sorgt für Konfliktpotenzial zwischen Jagdwesen und Landwirtschaft. Wie das Unternehmen Disy Informationssysteme meldet, hat deshalb in Bayern die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) die Bürgerplattform Wildtiere in Bayern, kurz WilTiB, geschaffen. „Damit geben wir den regionalen Arbeitsgemeinschaften – bestehend aus Landwirten, Jägern, Förstern, Grundstückseigentümern und anderen – ein einmaliges, serviceorientiertes und komfortables Werkzeug an die Hand, mit dem sie vor Ort Wissen über die vorkommenden Wildtiere generieren können“, erklärt Henning Zimmermann, beim LfL für das Projekt zuständig. Als Basis dient laut Unternehmensangaben die Disy-Software Cadenza Web. Auf der Benutzeroberfläche können registrierte Nutzer über Themenfilter Daten auswählen. Über den Eintrag „Meine Meldungen“ lassen sich außerdem eigene Wildtierbeobachtungen, Abschüsse oder Schäden erfassen, die für alle in der Arbeitsgruppe unmittelbar sichtbar sind. Über den neuen Eintrag werden zudem alle per E-Mail informiert. Um das Arbeiten mit der Bürgerplattform so benutzerfreundlich wie möglich zu gestalten, hat Disy Informationssysteme laut eigenen Angaben einige Features in Cadenza Web angepasst. Beispielsweise sei die Informationseingabe vereinfacht worden. Nach dem Einloggen sehen Nutzer zunächst eine personalisierte Oberfläche mit der Karte ihrer Region. Punktgenau und mit wenigen Klicks sollen sie ihre Meldungen in der Karte verorten können, während übersichtliche Formulare die Arbeit erleichtern. Nicht vorgesehen sei eine Freitexteingabe. Das erspare eine Prüfung der Meldung durch den Administrator und ermögliche, dass der Beitrag sofort freigeschaltet werde. Mit Blick in die Zukunft sagt Zimmermann: „Als Nächstes wollen wir eine eigene Benutzerstruktur einrichten, die es den Arbeitsgruppen ermöglicht, selbstständig Zugänge an ihre Mitglieder zu vergeben.“ Auch die mobile Erfassung sei ein Thema. „Im Zeitalter von Tablets und Smartphones ist das ein Muss, und Cadenza bietet mit seiner mobilen Variante alle Möglichkeiten einer unkomplizierten Umsetzung“, so der Projektverantwortliche. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, hat eine Pilotgruppe aus Sachsenried bereits alles rund um Wildschweine erfasst, die nächste Projektregion werde sich mit Wildgänsen am Main befassen. Schon im Jahr 2015 hat das LfL das so genannte Wildtierportal geschaffen. Die Informationsplattform soll neutral und öffentlich alle relevanten Daten zu den in Bayern vorkommenden Wildtieren bereitstellen und nutzt für die Kartendarstellung ebenfalls Cadenza Web. (ve)

http://www.wiltis.bayern.de
http://www.wildtierportal.bayern.de
http://www.disy.net

Stichwörter: E-Partizipation, Disy Informationssysteme, Portale, Geodaten-Management, Open Data, Bayern, Cadenza Web

Bildquelle: MEV Verlag

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