Thüringen:
Online-Services etablieren sich


[10.1.2017] Zuständigkeitsfinder und Formular-Server des Freistaats Thüringen werden in zunehmendem Maße von den Bürgern genutzt. Bei den Kommunen und Landesbehörden kann die elektronische Vergabe eine steigende Resonanz aufweisen.

Die Online-Services des Freistaats Thüringen erfreuen sich großer Beliebtheit. So wurde der Zuständigkeitsfinder laut einer Pressemitteilung des thüringischen Finanzministeriums im vergangenen Jahr über 2,2 Millionen Mal aufgerufen. Besonders häufig waren die Nutzer auf der Suche nach Grundbuchauskünften sowie nach der Möglichkeit, Wohngeld oder eine Baugenehmigung online zu beantragen. Erhöhtes Interesse zeigten die Thüringer im Jahr 2016 auch für die Themen Hundesteuer und Gewerbeanmeldung. Auch der Formular-Server wurde nach Angaben des Finanzministeriums intensiv genutzt. Insgesamt stehen hier 875 Formulare im Bereich Bürger und Unternehmen sowie 518 Formulare aus dem kommunalen Bereich zur Auswahl. Im vergangenen Jahr sei rund 1.423.000 Mal ein Formular abgerufen worden. Vor vier Jahren waren es noch rund 254.000 Abrufe. „Die Thüringer Online-Angebote haben sich hervorragend etabliert und sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Sie sind zeitgemäß und ersparen den Nutzerinnen und Nutzern viel Zeit und Aufwand“, meint dazu Hartmut Schubert, Finanzstaatssekretär und Beauftragter der thüringischen Landesregierung für E-Government und IT.
Ein Erfolg ist im Freistaat auch die elektronische Vergabe: Dem Finanzministerium zufolge wurden im Jahr 2016 auf der Thüringer Vergabeplattform im Internet 1.361 Ausschreibungen veröffentlicht; darunter 157 Vergabeverfahren kommunaler Vergabestellen. Den Kommunen ermöglicht die Landesregierung seit März vergangenen Jahres eine kostenfreie Anbindung an die Plattform (wir berichteten). Die Zahl der kommunalen Vergabestellen auf der Plattform sei seitdem um 33 auf insgesamt 74 gewachsen. In der Landesverwaltung veröffentlichen 40 Vergabestellen alle Aufträge der Landesbehörden. Das Auftragsvolumen des Landes belief sich allein für den Bereich Hoch- und Straßenbau auf 256 Millionen Euro im Jahr 2016. Dazu CIO Hartmut Schubert: „Die steigende Resonanz auf die Vergabeplattform ist ermutigend für den weiteren Ausbau von IT-Angeboten in der Landes- und Kommunalverwaltung, um einen erleichterten Zugang für Bürger und Unternehmen zu gewährleisten. Die Landesregierung will Thüringen in den nächsten Jahren mit an die Spitze der Entwicklung im E-Government bringen.“ (bs)

http://portal.thueringen.de

Stichwörter: Politik, Thüringen, E-Vergabe, Hartmut Schubert



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