Cyber-Sicherheitsstrategie:
Startschuss für ZITiS in München


[24.1.2017] Das Bundesministerium des Innern richtet eine Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich in München ein. Bis zum Jahr 2022 sind 400 Stellen geplant.

Um den wachsenden Herausforderungen im Kampf gegen den Terrorismus, Cybercrime und Cyber-Spionage entgegen zu treten, wird im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern (BMI) eine Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) aufgebaut. Wie das Ministerium mitteilt, ist sie im Bundeshaushalt 2017 mit 120 Stellen berücksichtigt. Bis zum Jahr 2022 sind 400 Stellen geplant. „Eine ganze Reihe von Ereignissen mit kriminellem, insbesondere aber terroristischem Hintergrund im Verlauf des Jahres 2016 haben unsere Sicherheitsbehörden auch vor technische Herausforderungen gestellt“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière. „Daher ist die Einrichtung einer Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich von großer Bedeutung.“
ZITiS ist Bestandteil der Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland und wird in München aufgebaut. Sie ist eine Forschungs- und Entwicklungsstelle und soll Expertise in technischen Fragestellungen für die Sicherheitsbehörden des BMI abdecken. Nach Angaben des Ministeriums orientieren sich die Aufgaben am Aufgabenspektrum der Sicherheitsbehörden, insbesondere in den Bereichen der digitalen Forensik, der Telekommunikationsüberwachung, der Kryptoanalyse (Dekryptierung), der Massendatenauswertung/Big-Data sowie der technischen Fragen von Kriminalitätsbekämpfung, Gefahrenabwehr und Spionageabwehr. ZITiS wird Beratungs- sowie Unterstützungsaufgaben übernehmen und sich mit der Erforschung und Entwicklung von Methoden, Produkten/Tools und übergreifenden Strategien für die Sicherheitsbehörden beschäftigen, informiert das BMI. (sav)

www.bmi.bund.de

Stichwörter: Innere Sicherheit, IT-Sicherheit, Bundesministerium des Innern (BMI), ZITiS, Thomas de Maizière



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