Sachsen:
E-Grundbuchakte im gesamten Freistaat


[6.4.2017] In Sachsen steht die landesweite Einführung der elektronischen Grundakte bevor. Im April wird zunächst das Grundbuchamt Chemnitz umgestellt, bis Herbst 2018 sollen alle anderen Ämter folgen.

Nach dem erfolgreichen Pilotbetrieb bei den Grundbuchämtern in Dresden (wir berichteten) und Leipzig soll die elektronische Grundbuchakte jetzt in allen 25 sächsischen Grundbuchämtern Einzug halten. Notare können dann per Mausklick etwa Grundstückskaufverträge an das Grundbuchamt übermitteln. Dazu Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow: „Bereits seit 2012 kann man mit sämtlichen sächsischen Gerichten elektronisch kommunizieren. Nun folgen auch die Grundbuchämter, die gleichzeitig mit der vollelektronischen Bearbeitung der Akten starten. Alle eingehenden Anträge werden digitalisiert und nur noch in elektronischer Form aufbewahrt.“ Der Präsident der Notarkammer Sachsen, Joachim Püls ergänzt: „Mit der landesweiten Einführung der elektronischen Grundakte gehen Justiz und Notare einen wichtigen Schritt in die digitale Zukunft des Grundbuchs. Digitale Datenübertragung, Einsparungen von Steuergeldern durch den Einsatz moderner Technik und die Möglichkeiten unkomplizierter Auskunftserteilungen bieten dem Bürger im Ergebnis viele Vorteile.“ Wie das Sächsische Staatsministerium der Justiz mitteilt, stellt ab April 2017 das Grundbuchamt Chemnitz auf die elektronische Grundbuchakte um. Im Abstand von zwei Monaten sollen dann jeweils drei bis vier weitere Grundbuchämter folgen. Geplant ist, die Umstellung im Herbst 2018 abzuschließen. Dann würden laut dem Justizministerium in keinem sächsischen Grundbuchamt mehr neue Papierakten angelegt. Jährlich gehen bei den sächsischen Grundbuchämtern über 300.000 Anträge auf Grundbucheintragung ein. Ab dem jeweiligen Starttermin dürfen Notare Anträge auf Eintragungen in das Grundbuch dann nur noch in elektronischer Form über das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) einreichen. Anträge von Bürgern hingegen nehmen die Grundbuchämter auch weiterhin auf Papier entgegen. Die Papierunterlagen werden gescannt und gelangen auf diesem Weg ebenfalls als elektronische Datei zu den Akten. (bs)

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Stichwörter: E-Justiz, E-Akte, Grundbuchamt, Sachsen



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