Saarland:
Spatenstich zum Breitband-Ausbau


[15.9.2017] Vertreter des Zweckverbands eGo-Saar, der Staatskanzlei des Saarlands und der Deutschen Telekom geben den Start des landesweiten Breitband-Ausbauprojekt „NGA-Netzausbau Saar“ bekannt. Mit dem Spatenstich in der Stadt Wadern begann die landesweite Baumaßnahme.

Die Bauarbeiten für das landesweiten Breitband-Ausbauprojekt „NGA-Netzausbau Saar“ sind gestartet. Wie die Staatskanzlei des Saarlands mitteilt, erfolgte der erste Spatenstich Anfang September in der Stadt Wadern durch die Vertreter des Zweckverbands eGo-Saar, der Staatskanzlei und der Deutschen Telekom. „Vor nicht einmal vier Monaten wurde der landesweit flächendeckende Breitband-Ausbau des Saarlands mit Bandbreiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) besiegelt und nun können wir bereits mit dem Ausbau beginnen“, sagt die Vorsitzende des eGo-Saar, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich. Am 18. Mai hatte der eGo-Saar die drei Telekommunikationsunternehmen Deutsche Telekom, VSE NET und inexio mit der Erschließung der weißen Flecken im Saarland beauftragt. Nachdem die Firmen in den vergangenen Monaten die Feinplanungen vorgenommen, erste Aufträge für die Tiefbauarbeiten vergeben und die dazu notwendigen Genehmigungen eingeholt haben, starten nun die eigentlichen Baumaßnahmen.
In den Ausbau im Kreis Merzig-Wadern investiere die Deutsche Telekom einen Millionenbetrag, berichtet die Staatskanzlei. Das Ausbaugebiet im Kreis umfasst rund 7.000 Haushalte und Unternehmensstandorte in insgesamt 32 Orts- und Stadtteilen. Die Deutsche Telekom wird 70 neue Endkundenzugangsknoten aufbauen, die über eine Strecke von 50 Kilometern mit neuen Glasfaserkabeln an das Kernnetz angebunden werden. Wie die Staatskanzlei Saarlands mitteilt, steht am Beginn der umfassenden Baumaßnahme die Stadt Wadern, die aufgrund ihrer ländlichen Prägung bislang noch nicht in allen Stadtteilen optimal versorgt ist. „Vor allem für den ländlichen Raum ist der Netzausbau im Rahmen des gemeinsamen Projektes von Staatskanzlei und eGo-Saar unendlich wichtig, da viele Orte beim rein marktgetriebenen Netzausbau im digitalen Zeitalter abgehängt würden. Dies hätte auch zur Konsequenz, dass viele Immobilien im ländlichen Raum massiv an Wert verlieren würden“, berichtet Schlegel-Friedrich.
In den kommenden Monaten sollen zahlreiche weitere Baumaßnahmen im Kreis Merzig-Wadern wie auch dem Rest des Saarlands folgen. Mit den drei Netzbetreibern wurde im Projekt „NGA-Netzausbau Saar“ vertraglich vereinbart, dass bis Ende des Jahres 2018 landesweit rund 200 Orts- und Stadtteilen an das Glasfasernetz angeschlossen werden, berichtet die Staatskanzlei. Durch moderne Verlegetechniken und der Mitnutzung bestehender Infrastruktur sollen die Verkehrsbeeinträchtigungen vor Ort minimal ausfallen.
In der derzeitigen Ausbaustufe wird die Glasfaser zunächst an zentrale Netzknoten in der Nähe der zu versorgenden Gebäude geführt. Dies ermöglicht eine Anbindung der einzelnen Haushalte und Unternehmen mit Bandbreiten zwischen 50 und 100 Mbit/s. „Damit werden wir nicht nur als erstes Flächenbundesland ein wichtiges Zwischenziel erreichen, sondern auch den Grundstein für kommende Ausbauschritte legen. Denn diese können auf den heute geschaffenen Glasfasernetzen nahtlos aufsetzen. Wenn nach der Bundestagswahl die Weichen in Berlin in Richtung Gigabit-Ausbau gestellt werden, sind wir im Saarland bereits gut vorbereitet“, sagt Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei Jürgen Lennartz. (sav)

www.breitband-saarland.de
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Stichwörter: Breitband, inexio, Deutsche Telekom, Glasfaser, Saarland, Kreis Merzig-Wadern, VSE NET



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