Niedersachsen:
Polizei stellt Social-Media-Manager ein


[18.9.2017] In den sechs niedersächsischen Polizeibehörden und an der Polizeiakademie Niedersachsen treten neue Social-Media-Manager ihren Dienst an. Die Polizei Niedersachsen ist nach Angaben des Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport bundesweit führend bei der Präsenz in sozialen Netzwerken.

Die Karte auf der Website der Polizei Niedersachsen gibt eine Übersicht zu den aktiven Social-Media-Accouts. Sieben Social-Media-Manager nehmen in den kommenden Wochen ihre Arbeit in den niedersächsischen Polizeibehörden Hannover, Göttingen, Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück, Lüneburg und an der Polizeiakademie Niedersachsen auf. Wie das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport mitteilt, unterstützen sie künftig die Mitarbeiter, die schon jetzt für die Social-Media-Arbeit verantwortlich sind. Neben der Betreuung der polizeilichen Social-Media-Kanäle werden sie sich insbesondere auf die Weiterentwicklung der Kommunikation in sozialen Netzwerken konzentrieren sowie Veränderungen und Trends im Bereich Online-Medien aufgreifen. „Eine moderne Bürgerpolizei muss selbstverständlich auch dort präsent sein, wo sich eine Vielzahl unserer Bürger tagtäglich aufhält – in den sozialen Netzwerken. Die Polizei Niedersachsen bietet mit ihren zahlreichen, regional ausgerichteten Accounts bundesweit das größte Angebot, um ihre tägliche Arbeit transparent darzustellen, mit den Bürgern zu interagieren und auf diesem Wege gegenseitiges Vertrauen zu stärken“, sagt Boris Pistorius, Niedersachsens Minister für Inneres und Sport.

Polizei hat 33 Social-Media-Accounts

Nicht nur der große Informationsbedarf der Bevölkerung bei Ereignissen wie dem terroristischen Anschlag in Berlin verdeutlichen, dass die Präsenz in sozialen Netzwerken auch für die Polizei immer wichtiger wird. Viele Bürger könnten heutzutage nicht mehr über die klassischen Print-Medien erreicht werden. Die Polizei benötige daher ein attraktives und dialogbasiertes Online-Angebot. Derzeit ist die niedersächsische Polizei mit insgesamt 33 Accounts bei Twitter und 15 Seiten bei Facebook bundesweit führend in Sachen Social-Media-Präsenz, meldet das Ministerium. Neben Informationen zu aktuellen Einsatzlagen, verschiedenen Kriminalitätsformen, Präventionsthemen und Veranstaltungen werden auf den Accounts auf Twitter und Facebook stets Themen aufgegriffen, die insbesondere lokal von Interesse sind.
Neben regionalen Social-Media-Kanälen verfügt die Polizei Niedersachsen auch über Accounts in den Bereichen Fahndung und Nachwuchsgewinnung (wir berichteten). So werden über die Kanäle Polizei NI Fahndung auf Twitter und Polizei Niedersachsen Fahndung auf Facebook Personenfahndungen und Vermisstensuchen zentral für die gesamte Polizei Niedersachsen veröffentlicht. Die Polizeiakademie Niedersachsen betreibt die Facebook-Seite Polizei Niedersachsen Karriere, um über das Bewerbungsverfahren und das Studium an der Polizeiakademie zu informieren.

Online auf Streife

Um auch auf Facebook und Twitter als Polizisten „auf Streife" zu sein, hat die Polizei Niedersachsen zusätzlich die Möglichkeit geschaffen, personifizierte Accounts auf Twitter und Facebook zu betreiben. Das so genannte digitale Community Policing gehört in England und den Niederlanden bereits seit dem Jahr 2013 zum Verständnis einer modernen Polizeiarbeit. In Deutschland setzte die Polizei Niedersachsen durch diese Form der Polizeiarbeit neue Maßstäbe – vergleichbare Accounts gebe es in anderen Bundesländern noch nicht, berichtet das Ministerium.
Im Zusammenspiel mit den Accounts der Polizeidienststellen schafft digitales Community Policing ein regionales Angebot, von dem Bürger sowie die örtliche Polizei gleichermaßen profitieren: Die Polizei erhalte Tipps und Anregungen aus der Bevölkerung und kann entsprechend schnell reagieren. Die Bürger gelangen wiederum direkt und ohne Umwege an die Informationen der lokalen Polizei. Wie das Ministerium mitteilt, stehe schon jetzt fest, dass die Polizei Niedersachsen ihre Präsenz in sozialen Medien auch in Zukunft weiter ausbauen und ihre Zielgruppen erweitern wird. Die eigens eingerichtete Strategische Koordinierungsstelle „Soziale Medien“ im Landespolizeipräsidium beobachtet zu diesem Zweck die aktuellen Trends und Tendenzen in sozialen Medien. (sav)

http://www.mi.niedersachsen.de
Weiter zur Auflistung der Social-Media-Kanäle (Deep Link)

Stichwörter: Social Media, Niedersachsen, Twitter, Facebook

Bildquelle: Polizei Niedersachsen, Landespolizeipräsidium Niedersachsen

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