Hamburg:
Senat beschließt Open-Science-Programm


[4.10.2017] Die Ergebnisse öffentlich finanzierter Hamburger Forschung sollen frei zugänglich gemacht werden. Hamburg Open Science will ein nutzerfreundliches Internet-Portal bieten, das wissenschaftliche Publikationen, Forschungsdaten und Informationen zu Forschungsprojekten zentral verfügbar macht.

Mit der Etablierung des Programms Hamburg Open Science ermöglicht der Senat den Hamburger Hochschulen, an aktuellen wissenschaftspolitischen Entwicklungen und den daraus resultierenden Forschungsförderungsprogrammen teilzuhaben. Wie die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg (BWFG) mitteilt, sei in einer zunehmend digital vernetzten Welt der offene Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und Materialien grundlegend und präge die wissenschaftspolitische Debatte. Nationale wie internationale Geldgeber wie die Europäische Kommission, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche Forschungsgemeinschaft würden als Voraussetzung für die Bewilligung von finanziellen Mitteln unter anderem fordern, dass Quellen und Ergebnisse öffentlich finanzierter Forschung frei zugänglich sind. Der Senat stellt für die Umsetzung des Programms für das Jahr 2018 bis zu 2,9 Millionen Euro bereit, meldet die Behörde. „Mit dem Start von Hamburg Open Science sind wir unserem Ziel, die Wissenschaft digitaler und transparenter zu machen, ein großes Stück näher gekommen“, sagt Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung. „Davon profitieren nicht nur die Wissenschaftler selbst, sondern auch Bürger.“
Mit dem Programm Hamburg Open Science wird eine hochschulübergreifende Strategie umgesetzt, die von der Universität Hamburg, der Technischen Universität Hamburg, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, der HafenCity Universität Hamburg, der Hochschule für Bildende Künste, der Hochschule für Musik und Theater, dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg gemeinsam mit der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung im Rahmen einer Vorstudie entwickelt wurde. Die Umsetzung erfolgt ab dem Jahr 2018 gemeinsam in den Institutionen. Dabei sollen Open-Access-Publikationen die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit von Publikationen und Materialien an einem zentralen, digitalen Ort verbessern. Außerdem sollen Angebote für ein modernes Forschungsdaten-Management aufgebaut werden, um Forschungsdaten und komplexe Inhalte langfristig zu speichern und verfügbar zu machen. Darüber hinaus soll eine einheitliche Struktur von Forschungsinformationen des Hamburger Wissenschaftssystems entwickelt werden. Ferner soll das Programm Hamburg Open Science nicht nur reine Technik- oder IT-Projekte bündeln. Mit den ebenfalls hochschulübergreifenden Projekten Hamburg Open Online University (wir berichteten) und der Informatikplattform ahoi.digital bildet Hamburg Open Science eine digitale Strategie der BWFG im Bereich Wissenschaft. Hamburg Open Science ist dabei für den Bereich der Forschung das wesentliche Element, um die mit der digitalen Transformation begonnenen Veränderungsprozesse und den damit einhergehenden Kulturwandel erfolgreich gestalten zu können. (sav)

http://www.hamburg.de

Stichwörter: Portale, CMS, Open Data, Hamburg



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