Open Government:
Bundestag wird transparenter


[12.10.2017] Die Datenschule der Open Knowledge Foundation Deutschland und die Transparenzinitiative abgeordnetenwatch.de haben die Plattform OffenesParlament.de gelauncht. Die Seite bietet Informationen über die Arbeit des Bundestags, Fakten zu Gesetzesnovellen und Anfragen der Fraktionen.

Die Plattform OffenesParlament.de will die Parlamentsarbeit transparenter machen. OffenesParlament.de, eine Kooperation zwischen der Datenschule der Open Knowledge Foundation Deutschland und der Transparenzinitiative abgeordnetenwatch.de, ist nun online. Wie die Open Knowledge Foundation Deutschland mitteilt, können über die Plattform alle 245 Plenarprotokolle des Bundestags der 18. Wahlperiode sowie die dort verhandelten Themen, Abstimmungen und Positionen von Fraktionen und Abgeordneten erstmals leicht durchsucht werden. Ziel sei es, die Verbindungen zwischen Themen und Akteuren verständlicher und die Arbeit des deutschen Parlaments für Interessierte zugänglich und nachvollziehbar zu machen. Neben dem Zugang zu den Plenarprotokollen bietet OffenesParlament.de umfangreiche Datenanalysen, die zeigen, welche Abgeordneten und Fraktionen am häufigsten sprechen und welche Themen im Zentrum der parlamentarischen Arbeit stehen. Ein weiterer Schwerpunkt der Analyse sind gesellschaftspolitische Debatten, zum Beispiel zur Griechenlandkrise, dem Abgasskandal und der deutschen Asylpolitik, die verständlich anhand der Protokolle aufbereitet werden. „Wir freuen uns, dass es uns zusammen mit der Datenschule gelungen ist, die Plenarprotokolle des Bundestags durchsuchbar und auswertbar zu machen”, sagt Boris Hekele, Vorstand und Geschäftsführer von abgeordnetenwatch.de. „Der Bundestag kommt zwar seiner Veröffentlichungspflicht der Plenarprotokolle in Form von endlosen PDFs nach, für uns von abgeordnetenwatch.de ist dies aber kaum ein ,ausreichend‘.“ Helene Hahn, Projektleiterin der Datenschule, fügt hinzu: „Eine starke Zivilgesellschaft braucht Tools, die eine fundierte Recherche und ein besseres Monitoring der politischen Prozesse ermöglichen. OffenesParlament.de schafft hierfür ein Angebot.“ Die Plattform verwendet Informationen des Deutschen Bundestags. Alle Daten können unter der Lizenz CC0 als Open Data heruntergeladen werden. (sav)

http://offenesparlament.de

Stichwörter: Open Government, Open Data, Portale

Bildquelle: offenesparlament.de

Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Open Government
Schleswig-Holstein: Zügig zu einer Landesdatenstrategie
[27.7.2022] In Schleswig-Holstein hat die Landesregierung Eckpunkte für ihre künftige Landesdatenstrategie benannt, um Daten des öffentlichen Sektors zugänglich zu machen. Rechtliche und technische Fragestellungen sowie die Kompetenzerweiterung sind wichtige Themen der geplanten Strategie. mehr...
Schleswig-Holstein will staatliche Daten besser nutzbar machen.
Mobilithek: Neue zentrale Datenplattform des BMDV
[19.7.2022] Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hat mit der Mobilithek eine neue zentrale Plattform für Mobilitätsdaten eingerichtet. Sukzessive wird sie das OpenData-Portal mCLOUD und den Mobilitäts Daten Marktplatz (MDM) ablösen. mehr...
Mit der Mobilithek hat das Bundesverkehrsministerium eine neue zentrale Plattform für Mobilitätsdaten gestartet.
Open Source: Plattform Open CoDE gestartet
[14.7.2022] Die Open-Source-Plattform Open CoDE, die speziell für die öffentliche Verwaltung konzipiert wurde, geht vom Pilot- in den aktiven Betrieb über. Ziel ist es, der Verwaltung den Open-Source-Einsatz und die Teilnahme an Open-Source-Projekten zu erleichtern. mehr...
Sachsen: Open-Data-Portal für alle Bericht
[4.5.2022] Daten sind im Digitalzeitalter unabdingbar für Innovation und Wertschöpfung. Das gilt auch für Verwaltungsdaten, deren Potenzial sich gemeinsam am besten heben lässt. Um die Datensuche zu erleichtern, bietet die sächsische Landesregierung ein Open-Data-Portal an. mehr...
Sachsen: Open-Data-Portal lädt zur Recherche ein.
Katastrophenschutz: Dezentraler Datenraum für zivile Sicherheit
[6.4.2022] Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt HERAKLION erforscht Wege zur effektiven Nutzung von Kriseninformationen. Ein neuartiger Datenraum für zivile Sicherheit soll dazu beitragen, dass Kommunen und Einsatzkräfte relevante Daten schnell erhalten. mehr...
Suchen...
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Open Government:
Aktuelle Meldungen