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E-Rechtsverkehr:
Bayernweit eröffnet


[20.10.2017] Dank elektronischem Rechtsverkehr können Verfahrensbeteiligte in Bayern fortan förmliche Schreiben bei allen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten elektronisch einreichen.

Bayernweit ist jetzt der elektronische Rechtsverkehr in zivil- und familiengerichtlichen Verfahren eröffnet. Wie das Bayerische Staatsministerium der Justiz mitteilt, können Verfahrensbeteiligte fortan förmliche Schreiben bei allen bayerischen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten zeit- und kostensparend elektronisch einreichen. „Das ist ein wichtiger Meilenstein bei der Digitalisierung der bayerischen Justiz“, sagt Winfried Bausback. „Durch den elektronischen Rechtsverkehr ist der Zugang zu den Gerichten faktisch rund um die Uhr geöffnet. Damit passen wir nicht nur den förmlichen Schriftverkehr mit den Gerichten an das digitale Zeitalter an. Wir verbessern gleichzeitig unseren Service noch weiter und leisten einen wichtigen Beitrag für die Digitalisierung Bayerns.“ Das Landgericht Landshut arbeitet laut dem Justizministerium bereits seit knapp drei Jahren im Echtbetrieb mit dem elektronischen Rechtsverkehr. Heinz-Peter Mair, Präsident des Landgerichts, berichtet: „Unsere praktischen Erfahrungen beweisen: Der elektronische Rechtsverkehr verläuft reibungslos und beschleunigt die Abläufe. Denn die elektronisch eingegangenen Schriftsätze der Rechtsanwälte können im Gericht schneller bearbeitet und die gerichtlichen Dokumente anschließend einfacher und schneller an die Anwälte zurückgesandt werden.“ Rechtsanwalt Michael Then, Präsident der Rechtsanwaltskammer München ergänzt: „Dies ist ein weiterer großer Schritt im Rahmen der Umsetzung des elektronischen Rechtsverkehrs; die Anwaltschaft steht mit dem besonderen elektronischen Anwaltspostfach bereit, Schriftstücke elektronisch zu erhalten.“ Für die Bürger ist das digitale Angebot freiwillig, so das Bayerische Justizministerium weiter. (ve)

http://www.bayern.de

Stichwörter: E-Justiz, Bayern, Winfried Bausback



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