Rheinland-Pfalz:
Polizei arbeitet mobil


[23.10.2017] Die rheinland-pfälzische Polizei testet den Einsatz von Smartphones und Tablets. Der Mobile Arbeitsplatz (MoAP) kann unter anderem für die Aufnahme von Verkehrsunfällen und Strafanzeigen oder die Überprüfung von Personalien genutzt werden. Für die Beamten sollen die Geräte vor allem deutliche Zeitersparnisse bringen.

Polizei in Rheinland-Pfalz: Arbeiten an Ort und Stelle dank mobiler Endgeräte. Bei der Polizei Rheinland-Pfalz ist der Mobile Arbeitsplatz (MoAP) in den Pilotbetrieb gestartet. Wie das Innenministerium des Landes mitteilt, werden bei den Polizeiinspektionen Kaiserslautern 1, Mainz 2, Ingelheim, Simmern, Rockenhausen und Birkenfeld bis Januar 2018 in jeweils zwei Dienstgruppen neue mobile Endgeräte für den Wechselschichtdienst getestet. Mit einer eigens in der Polizei entwickelten App könnten etwa Verkehrsunfälle und Strafanzeigen direkt mobil eingegeben und bearbeitet werden. Die Daten würden dann automatisch in das polizeiliche Zentralsystem übertragen. Die deutliche Arbeitserleichterung und Zeitersparnis ermögliche es der Polizei, mehr Zeit für den Bürger und ihre eigentlichen Aufgaben aufzuwenden.
Darüber hinaus können die Polizisten über den MoAP im Einsatz vor Ort Daten aus dem Einwohnermeldesystem abfragen, etwa um Personalien zu überprüfen. In Planung ist laut dem rheinland-pfälzischen Innenministerium zudem die Integration des Zentralen-Verkehrs-Informations-Systems (ZEVIS), mit dem die Polizei auf das Kraftfahrzeugzentralregister zugreift, etwa um Kfz-Kennzeichen zu überprüfen. Des Weiteren kann der in der Polizei Rheinland-Pfalz entwickelte „polizeiliche Multimedia-Messenger“ (PoMMes) auf den Geräten genutzt werden. Die Polizeibeamten können sich darüber untereinander und mit ihrer Dienststelle austauschen und beispielsweise einsatz- oder fahndungsrelevante Fotos zusenden.
Bei der Entwicklung des Systems wurde nach Angaben des Innenministeriums insbesondere darauf geachtet, die hohen Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit zu erfüllen und dennoch die Handhabung der mobilen Endgeräte einfach zu gestalten. Während der Pilotphase des MoAP werden Smartphones mit unterschiedlichen Displaygrößen sowie Tablets getestet. Alle beteiligten Teilnehmer erhalten ein persönlich zugewiesenes mobiles Endgerät. Die Entscheidung, welche Endgeräte anschließend flächendeckend beschafft werden, fällt nach Abschluss der Pilotphase. (bs)

http://www.polizei.rlp.de
http://www.mdi.rlp.de

Stichwörter: IT-Infrastruktur, Polizei, Mobile Device Management

Bildquelle: © Polizei RLP

Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich IT-Infrastruktur
Bund / Hamburg: Digital-Baukasten für die Verwaltung
[26.1.2022] Ein bundesweites Projekt zur Entwicklung und Bereitstellung Low-Code-basierter Software-Module für die Verwaltung startet. Die Senatskanzlei Hamburg und das Bundesministerium des Innern haben eine entsprechende Vereinbarung gezeichnet. mehr...
Projekt MODUL-F stellt Ländern und Kommunen Bausteine für die Verwaltungsdigitalisierung zur Verfügung.
Cloud Computing: Die Idee von einer einheitlichen Verwaltung Bericht
[21.1.2022] Cloud-Technologien bergen die Chance, zu mehr Standards und Einheitlichkeit in der IT zu gelangen. Eine Web-Veranstaltung im Kontext des Zukunftskongresses widmete sich den Aussichten eines „cloudifizierten Staates“. mehr...
Digitale Souveränität: Die Lock-in-Falle umgehen
[19.1.2022] Um echte digitale Souveränität zu erlangen und nicht wieder in einer Lock-in-Falle zu landen, muss die öffentliche Hand bei der Bundescloud auf das passende Betreibermodell setzen. Alternativangebote zu den so genannten Hyperscalern sind daher nach Angaben von Peter Ganten, Vorstandsvorsitzender der Open Source Business Alliance (OSBA), dringend erforderlich. mehr...
Peter H. Ganten – CEO Univention und Vorstandsvorsitzender der Open Source Business Alliance
Dataport: Ein Jahr data[port]ai
[13.1.2022] Dataport und das Land Schleswig-Holstein blicken ein Jahr nach Projektstart auf Fortschritte bei der KI- und Datenplattform data[port]ai zurück, die sich an öffentliche Verwaltung, Forschung und Wirtschaft richtet. Bisher wurden insgesamt 15 Projekte im Rahmen von data[port]ai umgesetzt. mehr...
Landespolizeiinspektion Jena: Bargeldloser Zahlungsverkehr
[11.1.2022] In den Polizeidienststellen der Landespolizeiinspektion (LPI) Jena kann der Zahlungsverkehr ab sofort bargeldlos abgewickelt werden. Möglich macht dies die dreimonatige Pilotierungsphase eines neuen IT-Verfahrens, das Thüringen flächendeckend ausweiten will. mehr...
Suchen...

 Anzeige


Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich IT-Infrastruktur:
Aktuelle Meldungen