UVP:
Länder starten Portal


[26.10.2017] Informationen über Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) stellen Brandenburg, Berlin, Bremen, Hessen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, das Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen jetzt in einem Online-Portal für die Bürger bereit.

Ein neues Internet-Portal für Informationen über Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) haben jetzt Brandenburg, Berlin, Bremen, Hessen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, das Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen gestartet. Damit erfüllen die Länder die Vorgabe nach neuem europäischem Recht und die entsprechende gesetzliche Umsetzung in Deutschland, wonach die Öffentlichkeit über sämtliche Zulassungsverfahren mit UVP elektronisch an zentraler Stelle zu unterrichten sind. Hessens Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Priska Hinz erklärt: „Der Umweltschutz spielt schon in der Planung von neuen Gebäuden, Gewerbegebieten oder Infrastrukturmaßnahmen eine wichtige Rolle. Um die Auswirkungen dieser Vorhaben auf die Umwelt möglichst gering zu halten, werden ausführliche Umweltverträglichkeitsprüfungen durchgeführt. Diese sollen künftig für alle Bürgerinnen und Bürger transparenter und leichter zugänglich gemacht werden.“ In dem neuen Portal sind laut Ministeriumsangaben sämtliche Informationen über alle laufenden UVP-pflichtigen Verfahren zu finden, sobald das öffentliche Beteiligungsverfahren begonnen wurde: Um welche Art von UVP-pflichtigem Verfahren geht es? Welche Behörde führt das Verfahren durch? Wo und wann können Unterlagen eingesehen werden? In das Portal sollen außerdem der UVP-Bericht, in dem die Umweltauswirkungen eines Vorhabens beschrieben werden, entscheidungserhebliche Berichte und Empfehlungen sowie die Entscheidung zur Zulassung oder Ablehnung des Vorhabens eingestellt werden. Die Vorhaben können über eine Suchfunktion oder durch die Auswahl einer Kategorie gefunden werden. Auch eine Karte, auf der die Vorhaben mit ihrem Standort hinterlegt sind, ermöglicht das Auffinden. Wie sich den Informationen des UVP-Portals entnehmen lässt, wird es in der Kooperation bei Konzeptionen und Entwicklungen von Software für Umweltinformationssysteme (KoopUIS) gemeinsam mit den Partnern der Projekte InGrid und MetaVer (MetadatenVerbund) betrieben und weiterentwickelt. InGrid befasst sich mit der Pflege und Weiterentwicklung der InGrid-Software-Komponenten zum Betrieb von Internet-Portalen und Metadatenkatalogen. MetaVer widmet sich dem Betrieb eines gemeinsamen Metadatenkatalogs und der abgestimmten Weiterentwicklung von InGrid-Software-Komponenten. Technische Grundlage des UVP-Portals sei die modular aufgebaute Software InGrid. (ve)

www.uvp-verbund.de

Stichwörter: Open Government, Portale, Brandenburg, Berlin, Bremen, Hessen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Saarland, Sachsen-Anhalt, Thüringen



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