Hessen:
20 neue Stellen für die E-Justiz


[27.10.2017] Die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) soll die Verfahren für einen fast vollständig digitalisierten Rechtsverkehr in Hessen entwickeln und dauerhaft betreiben. Dafür erhält sie 20 neue Stellen.

20 neue Stellen erhält die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) für die Digitalisierung der Justiz. Die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) erhält für die Digitalisierung der Justiz 20 neue Stellen. Das geht aus einer Meldung des hessischen Ministeriums der Finanzen hervor. „20 neue Stellen sind ein klares Bekenntnis zum Standort der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung in Hünfeld“, erklärt Finanzminister Thomas Schäfer, CIO und Bevollmächtigter für E-Government und Informationstechnologie des Landes. „Der deutliche Stellenzuwachs in Hünfeld knüpft an die derzeitige Reform der hessischen Finanzverwaltung an, mit der in einem ersten Schritt rund 200 Stellen raus aus den Ballungszentren in den ländlichen Raum verlagert und Arbeitsplätze in die Heimat und zu den Menschen gebracht werden. Die Stärkung des ländlichen Raums liegt mir am Herzen.“ Gegenwärtig wird laut Ministeriumsangaben der gesamte Dokumentenaustausch sowohl zwischen als auch mit den Gerichten und Staatsanwaltschaften schrittweise und nahezu vollständig auf den digitalen Rechtsverkehr umgestellt. Die HZD sei mit der Entwicklung und dem dauerhaften Betrieb der hierfür erforderlichen Verfahren beauftragt. „Die Ansiedlung weiterer Arbeitsplätze im E-Justice-Bereich der Außenstelle der HZD in Hünfeld ist für uns eine höchst willkommene Stärkung des Standorts Hünfeld als Kompetenzzentrum für die weitere Digitalisierung der hessischen Justiz“, sagt Bürgermeister Stefan Schwenk. „Gerade die Digitalisierung bietet große Chancen, hoch qualifizierte Arbeitsplätze auch außerhalb der Ballungszentren im ländlichen Raum anzusiedeln. Hünfeld profitiert damit von der Entscheidung der hessischen Landesregierung.“ Finanzminister und CIO Schäfer ergänzt: „IT und Justiz in Hessen, beides ist untrennbar mit der HZD in Hünfeld verbunden. Beispielhaft hierfür steht etwa die Einführung des Elektronischen Grundbuchs der Justiz und die bislang erfolgte IT-Modernisierung ihrer 13.000 Arbeitsplätze, die unter anderem mit der flächendeckenden Einführung von Internet-Auftritten der Gerichte, Staatsanwaltschaften und Justizvollzugsanstalten mit einheitlichem Design einherging.“ (ve)

http://www.hessen.de
http://hzd.hessen.de

Stichwörter: E-Justiz, Hessen, Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (HZD)

Bildquelle: MEV Verlag

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich E-Justiz
Schleswig-Holstein: E-Akte beim Arbeitsgericht Kiel
[5.4.2019] Als Pilot ist jetzt beim Arbeitsgericht Kiel die elektronische Verfahrensakte gestartet. Die anderen Arbeitsgerichte Schleswig-Holsteins sowie das Landesarbeitsgericht sollen im Laufe dieses Jahres folgen. mehr...
Niedersachsen: Neue Lern-Software für Juristen
[8.2.2019] Über die Lern-Software ELAN-REF können Rechtsreferendare in Niedersachsen ihre Kenntnisse im Zivil- und Strafrecht sowie neuerdings auch im Verwaltungsprozessrecht multimedial erweitern. mehr...
Baden-Württemberg: Alle Grundbücher digitalisiert
[7.12.2018] In Baden-Württemberg wurden rund sechs Millionen Grundbücher digitalisiert. Jetzt ist das Projekt abgeschlossen und das Grundbuch für ganz Baden-Württemberg bei jedem Grundbuchamt und jeder Grundbucheinsichtsstelle einsehbar. mehr...
Baden-Württemberg: Justizminister Guido Wolf schließt symbolisch das letzte Papiergrundbuch.
Justiz Rheinland-Pfalz: E-Akte auf dem Weg zum nächsten Meilenstein
[5.12.2018] In Rheinland-Pfalz hat Justizminister Herbert Mertin den Startschuss für den nächsten Meilenstein auf dem Weg zur Digitalisierung der Justiz gegeben: In Bad Kreuznach wird der medienbruchfreie Instanzenzug pilotiert. mehr...
Justizminister Herbert Mertin gibt den Startschuss für den nächsten Meilenstein auf dem Weg zur Digitalisierung der Justiz in Rheinland-Pfalz.
Berlin: Gerichte bekommen freies WLAN
[24.9.2018] In Berlin sollen noch in diesem Jahr die Sitzungssäle der Gerichte mit WLAN ausgestattet werden. Besucher können dann kostenfrei, unbegrenzt und ohne Anmeldung auf das Internet zugreifen. mehr...
Suchen...
Aktuelle Meldungen