Disy Informationssysteme:
Know-how für den DWD


[1.11.2017] Das Unternehmen Disy Informationssysteme hat für den Deutschen Wetterdienst (DWD) ein Stadtklima-Modul entwickelt und unterstützt ihn außerdem bei der Evaluierung von Big-Data-Technologien. Weitere gemeinsame Vorhaben sind geplant.

Um Ergebnisse von IT-Verfahren ansprechend visualisieren zu können, nutzt der Deutsche Wetterdienst (DWD) bei Bedarf auch externe Unterstützung, etwa für die Entwicklung kleinerer und mittlerer Web-Anwendungen. Das Unternehmen Disy Informationssysteme hat sich dafür laut eigenen Angaben beworben und den Zuschlag erhalten. Seit der Beauftragung habe Disy unter anderem ein Stadtklima-Modul für den DWD realisiert. Da das Stadtklima ganz allgemein als gegenüber dem Umland verändertes Klima gilt und zunehmend von Interesse zum Beispiel für Stadtplaner ist, baut der DWD laut Disy bis zu zehn Stadtklimastationen auf und möchte die Messergebnisse dieser Stationen via OGC-konformer Web-Dienste im Internet präsentieren. Per Mausklick auf einen Stationspunkt innerhalb einer Karte solle eine Messergebnisgrafik angezeigt werden. Disy habe dafür eine Single Page Application konzipiert, bei der die Kartenkomponente mithilfe von Javascript und der OpenLayers-Bibliothek definiert und mit den Stationsdaten verknüpft werde. Wichtig sei dem DWD, dass der Aufwand möglichst gering ist und eine leichte Lösung geschaffen wird. Genau diese habe Disy mit dem Stadtklima-Modul realisiert. Das Unternehmen unterstützt den DWD laut eigenen Angaben außerdem bei der Evaluierung von Big-Data-Technologien. In einem Proof of Concept (PoC) sei die Möglichkeit untersucht worden, die Daten von Wettervorhersagen in einer SAP-Hana-Datenbank zu speichern. Disy könne mit seinen Kenntnissen in der datenbankgestützten Geodatenverarbeitung und dem Verständnis der fachlichen Anforderungen der Wettervorhersage den DWD bei der Beurteilung von SAP Hana als Datenbanktechnologie unterstützen. Die beiden genannten Vorhaben sind laut Disy nur Ausschnitte aus der Zusammenarbeit mit dem DWD. In den kommenden drei Jahren sollen gemeinsam weitere Aufgaben auch in anderen Fachbereichen gelöst werden. (ve)

www.disy.net
www.dwd.de

Stichwörter: Geodaten-Management, Disy Informationssysteme, Deutscher Wetterdienst



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Geodaten-Management
Oberösterreich: Zuverlässigste INSPIRE-Dienste
[14.1.2019] Das Land Oberösterreich stellt über sein Digitales Oberösterreichisches Raum-Informations-System (DORIS) EU-weit die zuverlässigsten INSPIRE-Dienste zur Verfügung. mehr...
Hessen: SAPOS ohne Gebühr
[8.1.2019] In Hessen stehen SAPOS-Dienste ab diesem Monat gebührenfrei zur Verfügung. Damit soll die digitale Transformation in Wirtschaft und Verwaltung gefördert sowie die Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Nutzflächen verbessert werden. mehr...
SAPOS-Station in Wiesbaden.
Geodaten-Management: INSPIRE bald am Ziel Bericht
[24.10.2018] Die Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie ist auf der Zielgeraden angekommen. Viele Geodaten liegen inzwischen regelkonform vor. Nachdem die technischen Voraussetzungen vorhanden sind, geht es jetzt darum, Anwendungsmöglichkeiten für die Daten zu schaffen. mehr...
Entwicklung zentraler Indikatoren für INSPIRE in Deutschland.
Hamburg: Langzeitspeicher für Geodaten in Betrieb
[18.10.2018] Ein vom Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) der Freien und Hansestadt Hamburg zusammen mit den Unternehmen AED-Sicad und SER eGovernment Deutschland entwickelter Langzeitspeicher für Geodaten hat den Betrieb aufgenommen. mehr...
Sachsen: Präzisionsarbeit auf dem Acker
[21.9.2018] Traktoren hochpräzise digital steuern – mit der Freischaltung des amtlichen Satelliten-Positionierungsdienstes SAPOS ist das in Sachsen ab sofort möglich. mehr...
Traktoren dank SAPOS zentimetergenau digital steuern.