Baden-Württemberg:
Richtlinie für die Social-Media-Nutzung


[7.11.2017] Behörden in Baden-Württemberg dürfen soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter zwar künftig nutzen, müssen sich dabei aber an bestimmte Auflagen halten. Diese hat der Landesdatenschutzbeauftragte Stefan Brink jetzt in einer Richtlinie zusammengefasst.

Soziale Netzwerke sind inzwischen integraler Bestandteil der Information und Kommunikation vieler Bürger – und auch für Behörden attraktiv: Sicherheitsbehörden möchten via Twitter aktuelle Kurzhinweise an Teilnehmer von Versammlungen geben, Kommunen über Facebook auf ihr touristisches Angebot hinweisen und nicht wenige Behörden rekrutieren ihren Nachwuchs über soziale Netzwerke. In Baden-Württemberg kommt der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) Stefan Brink dem Nutzungsinteresse öffentlicher Stellen entgegen – trotz seiner nach eigenen Angaben kritischen Grundhaltung zu sozialen Netzwerken. Öffentliche Stellen, die in den sozialen Medien aktiv sind, müssen allerdings klare Nutzungsauflagen beachten, die der LfDI in einer jetzt veröffentlichten Richtlinie definiert hat.
Wie der Landesdatenschutzbeauftragte mitteilt, zielt die Richtlinie in erster Linie auf die Nutzung von Social Media zu Zwecken der Öffentlichkeitsarbeit und der Bereitstellung allgemeiner Informationen der Verwaltung ab. Nicht von der Richtlinie umfasst seien dagegen die Bereitstellung und der Bezug konkreter Verwaltungsleistungen und die Nutzung von Messaging-Diensten. Beides bleibe rechtlich hochproblematisch und daher von der nun vollzogenen Öffnung der sozialen Netzwerke für die baden-württembergischen Behörden ausgenommen. Die Einhaltung der jetzt definierten Nutzungsvorgaben für Social Media wird der baden-württembergische LfDI laut eigenen Angaben ab Januar 2018 verstärkt prüfen. (bs)

Richtlinie zur Nutzung Sozialer Medien durch öffentliche Stellen (PDF, 526 KB) (Deep Link)
http://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de

Stichwörter: Social Media, Datenschutz, Baden-Württemberg



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Social Media
Niedersachsen: Landgericht Osnabrück twittert
[20.6.2019] Als erstes niedersächsisches Landgericht twittert das Landgericht Osnabrück nun Pressemitteilungen, kleine Meldungen aus dem Gerichtsalltag oder zu anstehenden Verfahren. Unter anderem soll damit das Interesse an den Ausbildungs- und Arbeitsplätzen in der Justiz gestärkt werden. mehr...
Sachsen-Anhalt: Facebook-Fanpage wird abgeschaltet
[14.6.2019] Die Landesregierung Sachsen-Anhalts wird ihre Facebook-Seite nicht länger betreiben. Grund sind datenschutzrechtliche Bedenken. mehr...
TU Hamburg: Studenten gewinnen per Social Media
[13.6.2019] Auf ihr neues Bewerbungsportal macht die Technische Universität Hamburg (TUHH) via Social-Media-Kampagne aufmerksam. mehr...
TU Hamburg wirbt via Social Media um neue Studenten.
Österreich: 100.000 gehen per App aufs Amt
[7.5.2019] Seit Mitte März können die Österreicher Behördengänge auch per Smartphone erledigen. Mehr als 101.000 Bürger haben die App seither heruntergeladen, täglich kommen zwischen 700 und 1.000 dazu. mehr...
Österreichs Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck: „Als erstes Land in Europa haben wir die Verwaltung vom E-Government zum M-Government gewandelt.“
Rheinland-Pfalz: Vom Pressedienst zum Newsroom Bericht
[10.4.2019] Die Landesregierung Rheinland-Pfalz wird ihren Landespressedienst zu einem modernen, vernetzten Mediendienst umbauen. Auch Bürger sollen künftig in direkten Dialog mit der Regierung treten können. mehr...
Landesregierung Rheinland-Pfalz will bei der Kommunikation künftig stärker auf soziale Medien setzen.
Suchen...
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Social Media:
SEITENBAU GmbH
78467 Konstanz
SEITENBAU GmbH
TSA - Teleport GmbH
06108 Halle (Saale)
TSA - Teleport GmbH
GovConnect GmbH
30169 Hannover
GovConnect GmbH
Aktuelle Meldungen