BSH:
QR-Codes verifizieren Schiffsdokumente


[9.11.2017] Haftungsbescheinigungen für Reedereien werden ab sofort vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in elektronischer Form ausgestellt. Damit setzt das Bundesamt die Vorgaben des E-Government-Gesetzes um.

Elektronische Schiffsdokumente sollen zum Bürokratieabbau beitragen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bietet jetzt digitale Haftungsbescheinigungen für Reedereien an. Wie das Bundesamt berichtet, soll damit ein Beitrag zum Bürokratieabbau bei der deutschen Flaggenstaatverwaltung geleistet werden. Die elektronischen, vorgeschriebenen Haftungsbescheinigungen werden in folgenden Bereichen ausgestellt: Haftungsübereinkommen von 1992, Bunkeröl-Übereinkommen, Wrackbeseitigungsübereinkommen und Unfallhaftung von Beförderern von Reisenden auf See (Verordnung (EG) Nr. 392/2009). Das BSH setze damit nach eigenen Anagaben die Vorgaben des E-Government-Gesetzes um. Auch die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) begrüße und unterstütze, dass elektronische Schiffsdokumente eingeführt werden. Die elektronischen Haftungsbescheinigungen werden in dieser Form weltweit anerkannt.
Die Haftungsbescheinigungen erhalten auch ein neues Aussehen. Siegel und Unterschrift sind nicht mehr nötig. Der auf der elektronischen Haftungsbescheinigung aufgedruckte QR-Code ermöglicht eine rechtssichere Verifizierung. Diese kann über die Webseite www.deutsche-flagge.de in Verbindung mit einer auf der Haftungsbescheinigung abgedruckten Tracking Identification Number (TID) stattfinden. Die Antragsformulare für die Ausstellung von Haftungsbescheinigungen werden ebenfalls über die Web-Seite abgerufen. Per E-Mail könne der Antrag einfach eingereicht werden, meldet das BSH. (sav)

www.bsh.de

Stichwörter: Digitale Identität, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH)

Bildquelle: BSH

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