Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Politik > digital@bw gestartet

Baden-Württemberg:
digital@bw gestartet


[9.11.2017] In Baden-Württemberg ist die landesweite Digitalisierungsstrategie digital@bw gestartet. 265 Millionen Euro sind dafür im nächsten Doppelhaushalt vorgesehen. Zu den Schwerpunkten zählen die Verwaltung 4.0 oder die digitale Bildung.

Digitalisierungsminister Thomas Strobl stellt die Maßnahmen zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie digital@bw vor. In Baden-Württemberg ist jetzt der Startschuss für die landesweite Digitalisierungsstrategie digital@bw (wir berichteten) gefallen. Wie das Staatsministerium mitteilt, stehen im nächsten Doppelhaushalt 265 Millionen Euro für 67 Leuchtturmprojekte zur Verfügung. „Alle Ministerien haben sich eingebracht und gemeinsam an der ersten digitalen Agenda für Baden-Württemberg gearbeitet“, erklärt Thomas Strobl, Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration. „Und viele der Modellvorhaben der Strategie werden auch gemeinsam realisiert.“ Wie der Meldung zu entnehmen ist, werden im kommenden Jahr 140 Millionen Euro, im Jahr 2019 125 Millionen Euro in Projekte im Rahmen der Strategie digital@bw investiert. Hinzu kommen für den Doppelhaushalt 2018/2019 rund 210 Millionen Euro für den Breitband-Ausbau im Land. „Die Landesregierung wird bis 2021 insgesamt eine Milliarde Euro an Landesmitteln in die Digitalisierung investieren“, kündigt Minister Strobl an. „Wir möchten die Digitalisierung damit zu einer Erfolgsgeschichte für das Technologieland Baden-Württemberg machen. Deshalb bringen wir jetzt Projekte auf den Weg, die den Menschen diesen Nutzen ganz konkret zeigen: im Familienleben, in der Aus- und Weiterbildung, bei der Mobilität oder der Gesundheitsversorgung. Digitalisierung wird jetzt erlebbar.“

Verwaltung und Bildung 4.0

Ein Schwerpunkt der Digitalisierungsstrategie umfasst laut Ministeriumsangaben die Digitalisierung von Kommunen und Verwaltung. „Wir möchten, dass unsere Kommunen zu den Vorreitern bei der Digitalisierung gehören“, so Minister Strobl. „Dazu werden wir in Partnerschaft mit ihnen die Weichen dafür stellen, dass digitale Dienste einer modernen und bürgernahen Verwaltung 4.0 zur Selbstverständlichkeit werden.“ Dazu werden laut Ministeriumsangaben mit einer Qualifizierungsoffensive von rund neun Millionen Euro Mitarbeiter in der Landes- und Kommunalverwaltung fortgebildet und innovative Projekte in der Fläche vorangebracht. Beispielsweise soll ein Zentrum für E-Government bei den Kommunalen Rechenzentren aufgebaut werden. Mit einer innovativen Online-Verhandlungsführung sollen beim Leuchtturmprojekt Smarte Justiz Zeugen oder Parteien mit weit entfernten Wohnorten oder körperlichen Einschränkungen in Gerichten live zugeschaltet werden können. Insgesamt umfasst das Volumen für Maßnahmen im Bereich der Verwaltungsdigitalisierung über 34 Millionen Euro. In die digitale Bildung, ein weiterer Schwerpunkt der Digitalisierungsstrategie, will die Landesregierung knapp 60 Millionen Euro investieren. „Um alle Generationen auf die digitale Zukunft vorzubereiten, müssen wir die Wissensvermittlung, unsere Bildungsinhalte und -methoden über die gesamte Bildungsbiografie hinweg neu organisieren“, erklärt Minister Strobl. Deshalb werde die Landesregierung zum Beispiel die digitale Bildungsplattform 2018 im Pilot und ab 2019 in der Fläche an den Start bringen und durch ein entsprechend umfassendes Maßnahmen- beziehungsweise Qualifizierungspaket ergänzen.

Digitalisierung voranbringen

Weitere Schwerpunkte der Digitalisierungsstrategie umfassen die Förderung von Start-ups (knapp 25 Millionen Euro), des digitalen Transformationsprozesses in Unternehmen (über 30 Millionen Euro), digitale Gesundheitsanwendungen (22 Millionen Euro) oder die intelligente Mobilität (40 Millionen Euro). (ve)

Maßnahmen und Budgets zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie (PDF, 381 KB) (Deep Link)

Stichwörter: Politik, Baden-Württemberg, Thomas Strobl, digital@bw

Bildquelle: Staatsministerium Baden-Württemberg

Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Niedersachsen / Brandenburg / Thüringen: Schul-Clouds gemeinsam weiterentwickeln
[15.9.2022] Als Schul-Cloud-Verbund entwickeln Niedersachsen, Brandenburg und Thüringen ihre Schul- und Bildungsclouds weiter. In einem nächsten Schritt sollen schulformspezifische Funktionalitäten erarbeitet werden. Eine entsprechende Zusatzvereinbarung haben die Länder nun unterzeichnet. mehr...
Niedersachsen, Brandenburg und Thüringen entwickeln ihre Bildungsclouds gemeinsam weiter.
Hamburg: Digitale Souveränität gesetzlich verankert
[12.9.2022] Der Hamburger Senat hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die öffentliche Verwaltung verpflichtet, IT-Aufträge ausschließlich an Unternehmen der öffentlichen Hand zu vergeben. Mit diesem neuen IT-Souveränitätsgesetz will die Stadt ihre digitale Unabhängigkeit stärken. mehr...
Bremen: Maßarbeit bei Verwaltungsleistungen
[7.9.2022] 2019 begann in Bremen ein Projekt, in dem der Senat, verschiedene Kammern und Verbände sowie IT-Dienstleister Dataport kooperierten, um digitale Verwaltungsdienste entlang der realen Bedarfe von Unternehmen zu entwickeln. Nun hat der Senat die Projektergebnisse vorgelegt und die Fortsetzung beschlossen. mehr...
Berlin: Schneller zur IT-Zentralisierung
[5.9.2022] Mit dem Projekt OneIT@Berlin will die Bundeshauptstadt eine Zentralisierung und Standardisierung der Verwaltungs-IT umsetzen. Nun hat der Senat Maßnahmen beschlossen, um das Vorhaben zu beschleunigen. Zum Ende der Legislatur 2026 sollen 15.000 Arbeitsplätze in den Betrieb des ITDZ übergehen. mehr...
OZG: Registermodernisierung benötigt Bericht
[2.9.2022] Ohne Registermodernisierung bleibt das Onlinezugangsgesetz (OZG) eine halbe Sache. Denn digitale Verwaltungsleistungen brauchen einen einfachen Zugriff auf einheitliche Daten. Andernfalls entstehen digitalisierte Stückwerke. mehr...
Suchen...
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Politik:
Aktuelle Meldungen