Schleswig-Holstein:
Vorfahrt für elektronischen Rechtsverkehr


[17.11.2017] Alle Justizbehörden des Landes Schleswig-Holstein sind jetzt an den elektronischen Rechtsverkehr angeschlossen.

In Schleswig-Holstein haben das Landgericht Lübeck, die Staatsanwaltschaft Lübeck und die Gerichtshilfe sowie die Amtsgerichte Lübeck, Oldenburg, Eutin und Plön elektronische Postfächer eröffnet. Damit hat das Bundesland nach eigenen Angaben die ab dem 1. Januar 2018 bundesweite gesetzliche Verpflichtung zur Erreichbarkeit der Justiz für elektronische Dokumente vorzeitig erfüllt. „Nach der Umstellung aller Registergerichte und aller Grundbuchämter auf die elektronische Aktenführung, ist damit ein weiterer großer Meilenstein hin zur Digitalisierung der Justiz erreicht“, erklärte Schleswig-Holsteins Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack. „Im nächsten Schritt ist bis zum Jahr 2026 die vollständige Einführung der elektronischen Aktenführung geplant.“
Wie das Justizministerium Schleswig-Holstein weiter mitteilt, ist die 2007 begonnene Ermöglichung der elektronischen Kommunikation mit den Gerichten nun vollendet. Die in der Justiz eingesetzte Software verteile zudem die elektronische Post größtenteils bereits an die richtigen Stellen im Gericht, sodass sie den Bearbeitern am Bildschirm zur Verfügung steht. Aufgrund der vorläufig weiterhin in Papier zu führenden Akten müssten die eingehenden Dokumente zwar weiterhin ausgedruckt werden. Im Unterschied zu vielen anderen Bundesländern werde der Ausdruck aber automatisiert vorgenommen. Im zweiten Schritt sollen die papiernen Aktenstapel durch eine vollständige Bearbeitung der Akten am Bildschirm abgelöst werden. Die Vorbereitungen hierfür laufen nach Angaben des Justizministeriums auf Hochtouren. (bs)

www.schleswig-holstein.de/mjevg

Stichwörter: E-Justiz, Schleswig-Holstein



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