Thüringen:
Flächenantragsverfahren online möglich


[10.1.2018] Ab sofort sind Landwirtschaftsbetriebe bundesweit verpflichtet, ihre landwirtschaftlichen Flächen in digitaler Form geometrisch auszuweisen. In Thüringen geschieht das künftig online über die Antragssoftware VERA.

Das Flächenantragsverfahren für die Landwirtschaft in Thüringen geht online. Landwirtschaftsbetriebe sind ab diesem Jahr dazu verpflichtet, ihre landwirtschaftlichen Flächen vollständig in digitaler Form geometrisch auszuweisen. Wie das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft mitteilt, kann dies im Freistaat über die Antragssoftware VERA erfolgen. Dabei werden in Zukunft auch Flächen außerhalb Thüringens digital statt in Papierform erfasst. „Das ist ein weiterer Schritt bei der von uns gewollten Modernisierung der Agrarverwaltung“, sagt die Thüringer Landwirtschaftsministerin Birgit Keller. „Wir nutzen die digitale Technik, um die Bauern zu entlasten und die Landwirtschaftsverwaltung schlank und effizient aufzustellen.“
Bei der Ausweisung der von Thüringer Agrarbetrieben bewirtschafteten Flächen außerhalb Thüringens erfolgt die Erfassung der Geometrien nicht mehr nur alfanumerisch in Thüringen, sondern als GIS-Vektor in der Antragssoftware des Bundeslandes, in welchem sich die Flächen befinden. Wenn beispielsweise ein Thüringer Landwirtschaftsbetrieb Flächen in Thüringen und Bayern bewirtschaftet, erfasst er seine in Thüringen liegenden Flächen geometrisch in der Thüringer Antragssoftware VERA und seine in Bayern liegenden Flächen geometrisch im bayerischen Portal iBALIS, informiert das Ministerium. Die entsprechenden Links zu den Antragssystemen der anderen Länder seien spätestens ab März 2018 über die Zentrale InVeKoS Datenbank (ZID) erreichbar.
Der Sammelantrag für Thüringer Landwirte werde wie bisher in Thüringen gestellt. Dort sind ab dem Jahr 2018 alle anderen Bundesländer zu benennen, in denen Flächen bewirtschaftet werden und der so genannte „Teil-Flächen- und Nutzungsnachweis“ eingereicht wird. Dasselbe Verfahren gilt für Antragsänderungen und Nachmeldungen von Flächen innerhalb der bekannten Fristen. Eine Mitteilung an das zuständige Thüringer Landwirtschaftsamt ist dann nicht erforderlich, weil sich die Behörden der verschiedenen Länder gegenseitig informieren und deutschlandweit über die ZID austauschen.
Im Rahmen der Vorabgegenkontrollen erhält der Thüringer Antragsteller zu seinen Flächen in Thüringen das Prüfergebnis vom zuständigen Landwirtschaftsamt. Für seine außerhalb Thüringens liegenden Flächen bekommt er das Ergebnis von der zuständigen Behörde des Bundeslandes, in dem die Flächen liegen, berichtet das Ministerium. (sav)

www.thueringen.de/th9/tmil
Informationen zur länderübergreifenden Flächenantragstellung in der Zentralen InVeKos Datenbank (ZID) (Deep Link)

Stichwörter: Portale, CMS, Landwirtschaft



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