Bayern:
Hochwasserschutz am Bildschirm


[1.2.2018] Die digitale Entwicklung wird für das bayerische Umwelt- und Verbraucherschutzministerium in diesem Jahr ein Schwerpunktthema sein. Neue technische Möglichkeiten sollen unter anderem zum Schutz vor Naturkatastrophen genutzt werden.

Das bayerische Umwelt- und Verbraucherschutzministerium hat die Digitalisierung als Top-Thema für 2018 benannt. „Wir haben einen digitalen Werkzeugkasten für Mensch, Natur und Heimat entwickelt. Damit stellen wir uns für die Herausforderungen der virtuellen Welt breit auf. Bayern soll von den digitalen Möglichkeiten profitieren“, erklärte dazu Ministerin Ulrike Scharf. Wie das Umweltministerium weiter mitteilt, sollen insbesondere zum Schutz der Bevölkerung vor Naturkatastrophen die technischen Voraussetzungen geschaffen werden. Ein Ziel sei es etwa, Krisenszenarien wie große Hochwässer künftig modellieren zu können, um im Vorfeld die Wirkung von Vorsorgemaßnahmen zu simulieren. Auf diese Weise würden erstmals überregionale oder bayernweite Lösungsansätze auf dem Bildschirm darstellbar. Ergänzend werde ein bayerisches Klima-Informationssystem geschaffen, um der Öffentlichkeit aktuelle Daten aus über 200 regionalen Klimaprojektionen zur Verfügung zu stellen. Die Projekte finden in enger Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und bayerischen Universitäten statt.
Auch im Umwelt- und Naturschutz wird die Digitalisierung nach Angaben des Umweltministeriums zukünftig eine stärkere Rolle spielen. So soll beispielsweise ein Natur-Explorer, der die Naturschätze Bayerns zusammenfassend darstellt, den naturnahen Tourismus im Freistaat stärken. Dazu gehören auch Tourenvorschläge für Wanderungen mit Karten im 3D-Reality-Format. Im Nachtragshaushalt seien für die Maßnahmen zur Digitalisierung insgesamt 2,6 Millionen Euro sowie 19 neue Stellen vorgesehen. (bs)

www.stmuv.bayern.de

Stichwörter: Geodaten-Management, Bayern, Katastrophenschutz



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