Hamburg:
DSGVO wirft ihre Schatten voraus


[23.2.2018] Seinen Tätigkeitsbericht für die Jahre 2016/2017 hat der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit vorgelegt. Ein bestimmender Faktor in den beiden vergangenen Jahren war die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die ab Mai in Kraft tritt.

26. Tätigkeitsbericht des Hamburgischen Datenschutzbeauftragten: Datenschutzgrundverordnung  bestimmender Faktor. Die gesetzlichen Neuerungen der ab Mai 2018 europaweit geltenden Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) werfen ihre Schatten voraus. Die damit einhergehende Umstellung und Neujustierung war auch für die Behörde des Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI) in den vergangenen beiden Jahren ein bestimmender Faktor. Das teilte die Behörde anlässlich der Vorstellung ihres aktuellen Tätigkeitsberichts 2016/2017 mit. „Im Datenschutz bleibt 2018 kein Stein auf dem anderen“, erklärte Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar. Ob und inwieweit es Unternehmen, aber auch Aufsichtsbehörden gelinge, die neuen Regelungen und daraus erwachsenden Aufgaben und Pflichten zeitgerecht umzusetzen, müsse sich noch zeigen. „In Hamburg bleibt die Situation der Aufsichtsbehörde auch weiterhin sehr angespannt“, so Caspar weiter. „Nach einem erneuten Anstieg der Eingabenzahlen im Jahr 2017 auf ein neues Jahreshoch wird es sehr schwer werden, die mit der DSGVO verbundenen Aufgaben zeitgerecht zu bewältigen. Das alles darf aber nicht von der Tatsache ablenken, dass mit Geltung der neuen Regelungen im Datenschutz auf EU-Ebene eine neue Zeitrechnung beginnt. Datenschutz ist kein Selbstzweck zur Aufblähung von Behördenstrukturen, sondern dient direkt dem Schutz der Privatsphäre von Bürgerinnen und Bürgern. Dass dieser immer schwerere und komplexere Anforderungen stellt, zeigen die vielen Baustellen der vergangenen beiden Jahre: Die Durchsetzung der Anforderungen der Datensicherheit in den Behörden, die Kontrolle der rechtmäßigen Datenhaltung der Polizei oder zahlreiche gerichtliche Verfahren mit Beteiligung von internationalen Konzernen, die ihren Hauptsitz in der Hansestadt haben – Datenschutz ist längst zu einem Mega-Thema in Staat und Gesellschaft geworden, das unser aller Zukunft betrifft.“
Nicht zuletzt um den neuen Herausforderungen Rechnung zu tragen, wurde auch das Konzept des Tätigkeitsberichts des HmbBfDI erneuert. Wie die Behörde meldet, werden im aktuellen 26. Tätigkeitsbericht die wesentlichen Punkte nicht mehr thematisch nach Sachbereichen gegliedert, sondern nach rein output-orientierten Kriterien. So bilden Prüfungen, Berichte, rechtsverbindliche Anordnungen und Bußgelder, Beratungen und Datenschutzkommunikation sowie Informationen zur Behörde die Hauptkapitel. Dies soll den Bericht besser lesbar, verständlicher und insgesamt transparenter machen. Der Bericht steht als PDF zum Download bereit. (bs)

26. Tätigkeitsbericht Datenschutz 2016/2017 zum Download (Deep Link)
http://www.datenschutz-hamburg.de

Stichwörter: IT-Sicherheit, Datenschutz, Hamburg

Bildquelle: HmbBfDI

Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich IT-Sicherheit
Baden-Württemberg: Umfassende Cybersicherheitsstrategie
[12.1.2022] Der Ministerrat des Landes Baden-Württemberg hat eine Cybersicherheitsstrategie beschlossen. Das umfassende Gesamtkonzept nimmt alle gesellschaftlichen Aspekte der Cyber-Sicherheit in den Blick. Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW) spielt dabei eine zentrale Rolle. mehr...
Baden-Württemberg: Umfassende Strategie für mehr Cyber-Sicherheit beschlossen.
Dataport/BSI: Zusammenarbeit bei der IT-Sicherheit
[11.1.2022] Beim Thema IT-Sicherheit wollen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der IT-Dienstleister Dataport künftig enger zusammenarbeiten. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Cyber-Sicherheitsstrategie beschlossen
[23.12.2021] In Nordrhein-Westfalen hat die Regierung ihre Cyber-Sicherheitsstrategie beschlossen und einen ersten Bericht zum Thema vorgelegt. Ihm zufolge ist die Computer-Kriminalität im Corona-Jahr 2020 um 20,8 Prozent gestiegen, worauf die Strategie in naher Zukunft mit zwei konkreten Projekten reagieren wird. mehr...
Virtual Solution: BSI gibt SecurePIM für Android 11 frei
[21.12.2021] Die mobile Kommunikationsanwendung SecurePIM Government SDS erhielt vom BSI eine Freigabe für Android 11 bis hin zum Geheimhaltungsgrad VS-NfD. Damit kann die Lösung jetzt auch auf modernsten Endgeräten betrieben werden. mehr...
PwC Deutschland: IT-Sicherheit für die öffentliche Verwaltung
[20.12.2021] Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) gibt vor dem Hintergrund häufiger Cyber-Attacken grundlegende Tipps, wie Behörden und Ämter ihre Daten und Systeme vor solchen Angriffen schützen können. mehr...
PricewaterhouseCoopers (PwC) gibt Tipps zur Cyber-Sicherheit in Ämtern und Behörden.
Suchen...

 Anzeige


Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich IT-Sicherheit:
procilon GROUP
04425 Taucha bei Leipzig
procilon GROUP
Aktuelle Meldungen