Europäisches Datenportal:
Herz kommt aus Berlin


[21.3.2018] Berliner Forscher vom Fraunhofer-Institut FOKUS entwickeln Kernkomponenten des Europäischen Datenportals. Den Zuschlag für das mehrere Millionen Euro schwere Projekt erhielt ein Konsortium rund um Capgemini Consulting.

Der Zuschlag der Europäischen Kommission für den Ausbau des Europäischen Datenportals ist an ein Konsortium rund um das Beratungsunternehmen Capgemini Consulting gegangen. Das mehrere Millionen Euro schwere Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. Das teilt das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssystem FOKUS mit, welches wesentliche technische Komponenten entwickelt, darunter das Daten-Management und die so genannten Harvesting-Mechanismen, die erstmals in so großem Umfang eingesetzt werden. Sie durchforsten die Open-Data-Portale der Mitgliedstaaten regelmäßig nach offenen Datensätzen und binden diese automatisiert in das Europäische Datenportal ein.
Auch eine weitere zentrale Komponente, das Datenregister, komme von den Forschern aus der Bundeshauptstadt. Mithilfe dieses Registers werden die offenen Daten im Portal einheitlich beschrieben und verzeichnet. Das Register wird auf Basis der Linked-Data-Technologie umgesetzt, wodurch die Daten Teil des semantischen Webs werden. Den Fraunhofer-Wissenschaftlern kommen dabei eigenen Angaben zufolge die Erfahrungen aus zahlreichen Entwicklungs- und Beratungsprojekten für Open-Data-Portale zugute, wie etwa die Portale aus Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen oder das nationale Datenportal. Auch an der Entwicklung des Europäischen Datenportals sei Fraunhofer FOKUS schon seit 2015 beteiligt.
Das Europäische Datenportal erfasst Informationen über die in jedem europäischen Land zur Verfügung stehenden Daten. Aktuell deckt es nach Angaben von Fraunhofer FOKUS 34 Länder und 79 Kataloge ab, verlinkt auf über 800.000 Datensätze in ganz Europa und bietet eine Vielzahl von interaktiven Lernressourcen und Open-Data-Anwendungsbeispielen. (ba)

www.europeandataportal.eu/de
www.fokus.fraunhofer.de

Stichwörter: Open Government, Open Data, Portale, Fraunhofer FOKUS



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