Bayern:
Online-Strafanzeige mit cit intelliForm


[19.4.2018] Die Online-Strafanzeige der bayerischen Polizei basiert auf dem Formular-Server der Firma cit. Assistentengestützte Formulare führen durch den Anzeigeprozess. Die Polizei profitiert von strukturierter Datenqualität und optimierten Arbeitsprozessen.

Seit gut einem Monat können Bürger in Bayern online Strafanzeigen zu Delikten im Zusammenhang mit Online-Betrug sowie Diebstahl oder Sachbeschädigung von Fahrzeugen und Fahrrädern stellen (wir berichteten). Basis ist der bereits seit Längerem vom IT-Dienstleistungszentrum des Freistaats Bayern genutzte Formular-Server cit intelliForm der Firma cit. Wie der Hersteller mitteilt, wird der Nutzer damit assistentengestützt durch das Formular geführt. Es gebe hinterlegte Auswahllisten und verschiedene Hilfestellungen, die das Ausfüllen des Formulars erleichtern, beispielsweise bei der Auswahl der richtigen Dienststelle. Das responsive Design erlaube die Nutzung auch von unterwegs mit Tablet oder Smartphone.
Marianne Gottwald, Polizeioberkommissarin und am Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei verantwortlich für die technische Umsetzung des Verfahrens, erläutert: „Die Erfahrung aus anderen Bundesländern hat gezeigt, dass es für die Bürger umso leichter ist, ein Formular für die Online-Strafanzeige auszufüllen, desto genauer es für den jeweiligen Zweck angepasst wurde.“ Aus diesem Grund habe man sich entschieden, zunächst nur einige wenige Formulare, diese dafür aber sehr sorgfältig online verfügbar zu machen. „Diese strukturierten Formulare entsprechen inhaltlich nun genau dem, was der Beamte in der zuständigen Dienststelle für die Erfassung des Vorgangs braucht.“ Klaus Wanner, geschäftsführender Gesellschafter bei cit, ergänzt: „Das Beispiel Online-Strafanzeige in Bayern zeigt, wie mithilfe eines einmal installierten Formular-Servers immer neue Anwendungen in Betrieb genommen werden können. Ohne großen Programmieraufwand und hohe Kosten kommt man hier rasch zu überzeugenden Ergebnissen.“
Innerhalb der ersten zwei Wochen nach dem Start des Angebots wurde die Online-Strafanzeige laut Gottwald rund 20.000-mal aufgerufen, 550 Anzeigen wurden über das Internet gestellt. Die Anwendung wird zunächst ein Jahr lang getestet, dann werde über eine Ausweitung auf andere Delikte entschieden. Darüber hinaus ist nach Aussage von Polizeioberkommissarin Marianne Gottwald auch eine Anbindung an die BayernID zur Erfassung der Daten des Anzeigenstellers sowie eine Anbindung an das polizeiinterne Vorgangssystem denkbar. (ba)

www.polizei.bayern.de
www.cit.de

Stichwörter: Innere Sicherheit, Online-Strafanzeige, Formular-Server, elektronische Formulare, Formularassistent, BayernID



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