Microsoft:
250 Millionen Euro von Bundesbehörden


[19.4.2018] Mehr als 250 Millionen Euro Lizenzgebühren bezahlen die deutschen Bundesbehörden an das Unternehmen Microsoft.

Über 250 Millionen Euro Lizenzgebühren entrichten deutsche Bundesbehörden jährlich an den Konzern Microsoft. Für Software-Lizenzen von Microsoft geben Bundesministerien und nachgeordnete Behörden bis Mai 2019 mehr als 250 Millionen Euro aus. Das berichtet das Nachrichtenportal heise online und bezieht sich dabei auf einen Bericht des Magazins Der Spiegel. Allein Bundesbehörden zahlten demnach jährlich Beträge zwischen 43,5 Millionen Euro (2015) und knapp 74 Millionen Euro (2017) an den US-Konzern – die Zahlen für das Verkehrsministerium und das Verteidigungsressort nicht inbegriffen. „Die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter ist nicht nur teuer, sondern eine Gefahr für die IT-Sicherheit“, sagt Victor Perli, der für die Linke im Haushaltsausschuss sitzt und eine entsprechende Anfrage an das Bundesministerium des Innern gestellt hat. Er fordert von Innenminister Horst Seehofer, bei der nächsten Vergabe einen offenen Quellcode vorzuschreiben. „Dann haben auch kleinere Unternehmen eine Chance, die Steuerzahler sparen viele Millionen, und unsere Daten sind besser geschützt“, begründet Perli. Das Bundesinnenministerium hat zuletzt im Jahr 2015 Verträge mit Microsoft geschlossen, heißt es in der Meldung von heise online weiter. Der Umsatz des Konzerns im Geschäftsjahr 2015/2016 im öffentlichen Sektor in Europa werde auf etwa zwei Milliarden Euro geschätzt. (ve)

Die Meldung auf heise online vom 14. April 2018 (Deep Link)

Stichwörter: Politik, Microsoft, Software-Lizenzen

Bildquelle: hanohiki – Fotolia.com

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