Hessen:
Steuerfahndung auf digitalen Wegen


[17.5.2018] Das Land Hessen will im Kampf gegen Steuerkriminalität digital aufrüsten und plant, in den kommenden Jahren mehr als zwei Millionen Euro in IT-Forensik und Hardware zu investieren.

Steuerfahnder, die im Zuge ihrer Ermittlungen Aktenberge aus Privathäusern oder Unternehmen schleppen, werden künftig wohl nur noch in prominenten Einzelfällen in der Tagesschau zu sehen sein. Denn Steuerkriminalität geschieht in zunehmendem Maße digital. Das Sichern, Auslesen und Wiederherstellen von Daten auf Handys, Tablets und USB-Sticks ist deshalb zentrale Aufgabe der Steuerfahndung. Um mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten, hat das Land Hessen nun angekündigt, massiv in Köpfe und Technik zu investieren. „Wir werden in den kommenden Jahren unsere Stellen in der IT-Forensik und der Netzadministration auf 50 verdoppeln und über zwei Millionen Euro ausgeben, etwa für noch schnellere Netzwerkrechner und leistungsstarke forensische Software“, erklärt Hessens Finanzminister Thomas Schäfer. Finanzstaatssekretär Martin Worms ergänzt: „Mit dem weiteren Ausbau der digitalen Steuerfahndung sorgen wir dafür, dass die Fahnder neben einer profunden Ausbildung auch in digitalen Zeiten die technischen Mittel an der Hand haben, um Kriminelle zu stellen.“
Wie das hessische Finanzministerium weiter berichtet, kommen die Technik-Investitionen allen sechs hessischen Steuerfahndungsstellen in Frankfurt, Darmstadt, Kassel, Offenbach, Wetzlar und Wiesbaden sowie der Zentralstelle in der Oberfinanzdirektion Frankfurt zugute. (bs)

finanzen.hessen.de

Stichwörter: Finanzwesen, Hessen, IT-Forensik, Thomas Schäfer



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