Cyber-Sicherheit:
Strobl appelliert an EU


[1.6.2018] Intensiver, kooperativer und zielgerichteter muss das Thema Cyber-Sicherheit auf europäischer Ebene angegangen werden. Das forderte jetzt Baden-Württembergs Digitalisierungsminister Thomas Strobl bei einer Sicherheitskonferenz in Estland.

Das Thema Cyber-Sicherheit muss insbesondere auf europäischer Ebene intensiver, kooperativer und zielgerichteter angegangen werden. Das forderte jetzt der baden-württembergische Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration Thomas Strobl beim Cyber Security Summit in Tallin (Estland). „In Zeiten von Cyberwar, Cyber-Spionage und Cyber-Sabotage gibt es keine Grenzen mehr. Das heißt: Äußere und innere Sicherheit können nicht mehr voneinander getrennt werden“, so der Minister bei der Sicherheitskonferenz. Er forderte Europa auf, das virtuelle Wettrüsten in einem ganzheitlichen Ansatz an- und als zentrale Aufgabe unserer Zeit wahrzunehmen. „Der Austausch von Lageinformationen und aufeinander abgestimmte Krisen-Reaktions-Mechanismen müssen endlich Standard sein.“ Als Beispiele hierfür nannte der Minister gemeinsame europäische Cyber-Übungen, die internationale Vernetzung regionaler Lagezentren sowie internationale Forschungsanstrengungen. Im Cybersecurity Package der EU-Kommission sieht Strobl einen ersten Schritt in die richtige Richtung, dem aber schnell weitere folgen müssten. „Warum also nicht jetzt vorhandene europäische Strukturen, die offensichtlich noch schwach ausgeprägt sind, stärken und zusammenlegen? Warum kochen wir alle unser eigenes Süppchen?“ Die EU muss sich laut dem Digitalisierungsminister außerdem fragen, wie es zu schaffen ist, nicht nur Defensivmuster im Cyber-Raum aufzubauen. Als Union wehrhafter Demokratien müsse sie auch daran arbeiten, Gegenangriffe starten zu können: „Hackback darf kein Tabu-Thema mehr sein, das wir Amerika, Russland und China überlassen.“ (ve)

www.im.baden-wuerttemberg.de

Stichwörter: IT-Sicherheit, Cyber-Sicherheit, Politik, Thomas Strobl



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